Nach einer Schlägerei, die gemäss «20 Minuten» vor einem Club begonnen hatte, gab es am vergangenen Wochenende in Basel einen schwer verletzten 19-Jährigen. In einem anderen Fall tötete ein Basler in einem Club während seiner Ferien auf Mykonos einen Italiener mit einer Wodka-Flasche.

Wie sieht die Situation in der Basler Club- und Bar-Szene aus? Ist sie gefährlicher geworden? Und wie reagieren die Club- und Bar-Betreiber auf allfällige Auseinandersetzungen?

Clubs und Bars geben Entwarnung

«Bei uns gibt es so gut wie keine Gewalt», sagt der Veranstaltungsleiter des «Sommercasinos», Joel Bader. Im vergangenen Jahr hätten sie nur ein bis zwei ernsthaftere Vorfälle gehabt. Es sei klar, dass es bei gewissen Risikoveranstaltungen ein höheres Gewaltpotenzial gebe, «aber dafür haben wir genügend Security-Personal», betont Bader. In der «Fame Disco» werde bereits mit der Eingangskontrolle dafür gesorgt, dass es in den Clubs zu keinen Auseinandersetzungen komme, informiert Geschäftsführer Joel Gysin.

Das beliebte Paddy Reilly's gibt ebenfalls Entwarnung: «Hier ist es eher ruhig», sagt Geschäftsführerin Patricia McCarthy. Damit ist sie sehr zufrieden, und mit vier Security-Leuten sei für die nötige Sicherheit gesorgt. Ein grösserer Zwischenfall in vergangener Zeit ist ihr deshalb auch nicht bekannt.

Der Musikpark A2 in der Nähe des Joggeli hat sein eigenes Sicherheitssystem: Beim Eintritt in den Club wird von jedem Besucher ein Foto gemacht. Somit könne die verantwortliche Person im Falle eines Delikts schnell ausfindig gemacht werden: «Das schreckt die Leute ab», so der Geschäftsführer Andreas Mai.

Auch bei der Polizei «kein Thema»

«Die Gewaltbereitschaft hat generell zwar zugenommen, aber mit den Clubs hat das nichts zu tun», bestätigt Klaus Mannhart, Pressesprecher der Kantonspolizei Basel-Stadt. Er betont sogar, dass es in den Discos keine Häufung von Schlägereien gäbe: «Das ist gar kein Thema.»

Ganz verschont bleiben die Betreiber jedoch nicht, und ihnen ist klar, dass es ab und zu kleinere Streitigkeiten gebe. Die Club-Gänger würden sich über banale Dinge streiten, oftmals kombiniert mit übermässigem Alkoholkonsum. «Es geht häufig um das übliche Machogehabe - einfach Kindergarten», meint Patricia McCarthy dazu.
Wenn es jedoch zu einer grösseren Auseinandersetzung kommen sollte, werden die Besucher aus dem Club beziehungsweise aus der Bar gewiesen - oder erst gar nicht rein gelassen. Mit speziell dafür geschultem Security-Personal sei das ohne Probleme machbar. Nur wenn es nicht mehr anders ginge, würden die Club-Betreiber die Polizei einschalten, lautet der Tenor.