Schulhäuser
In den Sommerferien bringt das Baudepartement die Schulhäuser auf Vordermann

Das Basler Baudepartement saniert und erweitert währen den Ferien gegen 50 Schulhäuser. Ein Grund ist die Umstellung auf Harmos. Ab August wird zum ersten Mal eine fünfte Primarklasse unterrichtet. Zudem werden Zimmer umfunktioniert.

Muriel Mercier
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Im vordersten Gebäude des Gymnasiums am Münsterplatz wird aus drei Räumen einer gemacht.
15 Bilder
Eindruck von den Bauarbeiten im Gymnasium am Münsterplatz
Umbau des Münsterschulhauses
Wahrend den Sommerferien werden Unterhalts- und Ausbauarbeiten getätigt.
Die geplanten Schulraumprojekte umfassen von 2012 bis 2022 40 Projekte für Harmos und Tagesstrukturen, 8 Neu- und Erweiterungsbauten, 15 Gesamtsanierungen und 7 temporäre Schulbauten.
Gestapelte Schulmöbel in der Aula
Zurzeit ist kein Stuhl sicher.
Ein Bodenbelag wird herausgerissen im Reinacherhof am Münsterplatz
Die Investitionen in den Schulraum Basel-Stadt betragen für die zehn Jahre 790 Millionen Schweizer Franken.
Der Pausenhof vor dem Schulhaus.

Im vordersten Gebäude des Gymnasiums am Münsterplatz wird aus drei Räumen einer gemacht.

Keystone

Für die Schüler ist jetzt die schönste Zeit ihres Schuljahres: Seit über vier Wochen geniessen sie die langen Schulsommerferien. Das heisst aber nicht, dass in den knapp 50 Basler Schulhäusern kein Betrieb herrscht. Im Gegenteil: Es werden Wände durchgebrochen, es wird gehämmert, gebohrt und verschweisst.

Das Baudepartement nutzt die sechs Ferienwochen, um die Gebäude zu sanieren oder gar umzubauen.
Ein wichtiger Grund, der zu zahlreichen Um- und Neubauten führt, ist Harmos. Aufgrund der Schulharmonisierung, die in Basel bis 2022 ansteht, setzt der Kanton die meisten bestehenden Gebäude instand und errichtet acht Neu- und Erweiterungsbauten. Neu gebaut werden die Sekundarschule Sandgruben sowie die Primarschulen Erlenmatt, Schoren und Volta. Erweiterungsbauten sind für die Primarschulen Wasgenring, Bläsi, Christoph Merian/Gellert und Isaak Iselin geplant.

Von 60 auf 80 Quadratmeter

Im Schulhaus Münsterplatz ist die Bausituation verzwickt. Im vordersten Gebäude des Gymnasiums «wird am meisten in die Raumstruktur eingegriffen», sagt Projektleiter Jean-Claude Cadalbert. Im Erdgeschoss werden Wände durchbrochen - aus drei Räumen wird ein Lernzentrum, Fenster trennen zudem den Raum zur Bibliothek. Im Obergeschoss wurde bisher Biologie unterrichtet. Neu werden die Zimmer auf Naturwissenschaften ausgerichtet.

Bernhard Gysin, Leiter Schulen beim Hochbauamt, führt aus: «Heute sind Klassenzimmer rund 60 Quadratmeter gross. Sie sollten aber eine Grösse von etwa 80 Quadratmeter haben, damit die Schüler Platz für Experimente haben.» Dieser Trakt des Münster-Gyms wird in geplanter Art in zwei Jahren bereit sein. Nach den Ferien werden die Arbeiten eingestellt und die Zimmer wie bisher genutzt. Jene Klassen, denen wegen des Umbaus keine Räume mehr zur Verfügung stehen, ziehen ins Schulhaus Mücke an der Schlüsselgasse.

Anzahl Schuljahre ändert sich

Eine der grössten Veränderungen, die Harmos mit sich bringt, ist die Anzahl Schuljahre in der Primarschule und im Gymnasium. Heute sitzen die Kinder vier Jahre in der Primar-, danach drei in der Orientierungs- und zwei in der Weiterbildungsschule oder fünf im Gymnasium. Mit Harmos werden es sechs Jahre Primar und nur noch vier Jahre Gymnasium sein. Nach den Sommerferien Mitte August besuchen nun zum ersten Mal Kinder die fünfte Primarschulklasse. Bis Harmos also komplett eingeführt wird, werden mehr Schulzimmer gebraucht.

Dem Baudepartement stehen 790 Millionen Franken für Investitionen in den Schulraum in Basel-Stadt über zehn Jahre zur Verfügung. Davon sind für Harmos 93 Millionen geplant, für Neu- und Erweiterungsbauten 180 Millionen und für Gesamtsanierungen 478 Millionen. Neben dem Schulhaus Münsterplatz wird unter anderem im Schulhaus Bruderholz gearbeitet. Dort bereitet man sich auf die Tagesstruktur vor, die am Jakobsbergerholzweg eingerichtet wird. Im Inselschulhaus werden Räume für Musik und Textil im Untergeschoss eingebaut. Und auf dem Erlenmatt wurden temporäre Schulbauten eingerichtet, damit das Schulhaus Bläsi gesamtsaniert werden kann.

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