Verkehrsregime

In der Basler City gibt es mehr Platz für Fussgänger

Spalenberg in Basel

Spalenberg in Basel

Der Verkehr in der Basler Innerstadt wird beruhigt: Der Grosse Rat hat 1,35 Millionen Franken bewilligt für ein neues Verkehrskonzept, das Fussgängerzonen ausweitet, den Schilderwald lichtet und die Mittlere Brücke vom motorisierten Verkehr befreit

Das Konzept mit Markierungen und Schildern sowie der Evaluation mechanischer Sperren wurde mit grossem Mehr bewilligt. Separat hiess der Rat ebenso die Erweiterung im Kleinbasel mit Verbot des motorisierten Individualverkehrs (MIV) auf der Mittleren Brücke gut.

Strikt gegen das neue City-Verkehrskonzept plädierte nur die SVP. Ihr Nichteintretensantrag blitzte jedoch ebenso klar ab wie mehrere Änderungsanträge. Alle übrigen Fraktionen standen hinter dem Gesamtkonzept, mehr oder weniger enthusiastisch. Gegen die Brückensperrung für den MIV war indes auch eine CVP-Mehrheit.

Neues Parking für Brücke
Das Verkehrskonzept vereinheitlicht und vereinfacht die Beschilderung, auch die Gewerbe-Anlieferzeiten. Die Vereinfachung soll auch den Vollzug durch die Polizei erleichtern. Konkret wird innerhalb des City-Rings das ganze Stadtzentrum zur Tempo-30-Zone - auch für den öffentlichen Verkehr - mitsamt Parkverbot.

Das Konzept soll innert drei Jahren schrittweise umgesetzt werden. Offen ist, ob mechanische Sperren wie ausfahrbare Poller die Innenstadt vor unzulässigen Autofahrten schützen sollen.

Die MIV-Sperrung der Mittleren Brücke war zusammen mit einem neuen Parkhaus im Raum Aeschen zentraler Teil eines Grossrats- Kompromisses 2008 gewesen. Dazu gehört ein neues Parking am City- Rand. Baudirektor Hans-Peter Wessels versprach vor dem Rat ein solches beim Kunstmuseum mit rund 350 Plätzen. (rsn)

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