Ein ganz neues Projekt des Flüchtlingshilfsvereins «Basel hilft mit» hat seinen ersten Auftritt am Samstag in der Markthalle. Flüchtlinge geben dort am Kochherd ihr Bestes, um das Publikum kulinarisch zu beglücken. Es werden afghanische und eritreische Speisen aufgetischt.

Die Gruppe besteht aus 12 bis 15 Flüchtlingen. Dabei stehen nicht nur Frauen hinter dem Herd, wie Fabiola Bloch, Präsidentin des Flüchtlingshilfsvereins «Basel hilft mit», berichtet: «Es sind viele afghanische Männer dabei, die gut und gerne kochen. Die meisten haben das Kochen während ihrer Flucht gelernt oder verbessert.»

Durchmischte Gruppe

Damit eine genügend grosse Gruppe für das Projekt «Basel kocht mit» zusammen kommen konnte, mussten die Vorstandsmitglieder des Flüchtlingshilfsvereins auch Asylsuchende, die das Angebot des Projekts «Da Sein» in der Elisabethenkirche wahrnehmen, ansprechen.

Einige seien gleich hell begeistert gewesen, als sie von dem Kochprojekt hörten und hätten gerne mitmachen wollen, erzählt Bloch. Eine Sprachbarriere gibt es in der afghanisch-eritreischen Gruppe, inklusive der Betreuungspersonen, nicht. So stellt die Kommunikation untereinander kein Hindernis dar. «Wenn man offen ist, kann man mit jedem Menschen kommunizieren. Egal welche Sprache er spricht», ist Bloch überzeugt.

Die Vorbereitungen sind seit Mittwoch in vollem Gange: Zusammen bespricht die Gruppe, was gekocht wird und dann gehen sie gemeinsam einkaufen. Ein Teil der Ess-und Trinkwaren wird von unterschiedlichen Gastronomie-Unternehmen gesponsert, der andere Teil wird selbst finanziert.

Der Basler Koch und ehemalige Küchenchef des Platanenhofs Matthias Haller koordiniert, zusammen mit Aimée El Houmiri, Vorstandsmitglied des Flüchtlingshilfsvereins Basel hilft mit, den ganzen Ablauf der Vorbereitungen und der Veranstaltung selbst. Damit die Kochnische in der Markthalle genutzt werden darf, muss die Küchenarbeit streng nach Schweizer Hygienevorschriften ablaufen. «Matthias Haller ist zuständig dafür, dass die Schweizer Hygienebestimmungen eingehalten werden», sagt Bloch.

Schaut man auf dem Social-MediaKanal Facebook, ist die Veranstaltung schon über hundert Mal geteilt worden. Dies sei mehr als jede andere Veranstaltung zuvor: «Ich bin daher zuversichtlich, dass viele Besucher kommen werden», freut sich Bloch. Wenn das Projekt bei den Gästen gut ankommt und viele kommen, darf man sich also über weitere exotische, kulinarische Überraschungen am Standort Markthalle freuen.