«Der Basler Zolli ist ein Vorbildzoo, seine Tierhaltung hat Modellcharakter» lobt die Zoologin Sara Wehrli vom Schweizer Tierschutz STS. Die Tierschutzorganisation zeigt sich in ihrem neusten Bericht zu den Schweizer Zoos und Tierparks zufrieden mit der Tierhaltung im Zoo Basel. Schlechte Beispiele von Tierhaltungen fänden sich dort nicht, hält der Bericht fest.

Das Wolfsgehege ist zu klein

Ein kleiner Wehrmutstropfen in der Gesamtbilanz ist allerdings das zu kleine Wolfsgehege. Hier wünscht sich Wehrli dringend Verbesserungen.

Die Zoos sollten sich in der Tierhaltung bemühen, eine möglichst grosse Annäherung an die Verhältnisse in der freien Wildbahn zu erreichen, meint die Expertin. Allerdings sei es in einem Zoo nie möglich, den natürlichen Lebensraum eines Tieres eins zu eins nachzubilden.

Der Zolli richtet sich nach dem Wohl der Tiere

Beim Zolli freut man sich über das Lob im Bericht des Tierschutzes. Direktor Olivier Pagan betont aber, dass solche Berichte keinen Einfluss auf die Planung hätten: «Wir haben selbst hervorragende Experten und arbeiten auf dem neusten wissenschaftlichen Stand». Das Wohl der Tiere stehe für den Zolli an vorderster Stelle.

Zu Veränderungen im Wolfsgehege kann der Direktor noch keine Auskunft geben. Der Zolli erneuert seine Infrastruktur aber laufend. Die neu gestaltete Anlage für die Menschenaffen wird morgen eingeweiht und ist ab Freitag für Besucher zugänglich. Als nächste Projekte stehen die Erneuerung der Elefanten-Anlagen und des Restaurants an.

Der Tierpark Lange Erlen wird vom Bericht des Schweizer Tierschutzes ebenfall positiv bewertet. Insbesondere die grosszügig und naturnah gestalteten Gehege kommen bei den Tierschutz-Experten gut an.