Die Kinder sind aufgeregt, denn bald gehen sie im Margarethenpark mit ihren Kisten an den Start. Mit leuchtenden Augen erklärt ein junger Pilot seinem Freund seine Taktik. Daneben überprüft sein Vater zum letzten Mal, ob die Bremsen auch wirklich funktionieren.

Doch nicht nur Jungs und Mädchen nehmen am Inferno-Seifenkistenrennen teil, das der Verein Robi-Spiel-Aktionen auf die Beine gestellt hat. Olivier Wyss, der sich bei der Kantons- und Stadtentwicklung um die Stadtentwicklung Gundeli Plus kümmert, sitzt Probe.

Seine Kiste ähnelt einem Strohballen - am Heck ein Esel und als Stossstange ein Huhn. Edy Schär von der Pacovis AG hat eine Badewanne ausgewählt - wegen zu wenig Luft im Vorderrad schafft er es nur auf den letzten Platz. «Es sieht einfacher aus, als es ist.»

«Weniger wagemutig als früher»

In- und auswendig kennen sollte die Strecke Felix Scherrer von der Messe Schweiz, geht er doch schon zum dritten Mal an den Start. Genauso wie René Thoma.

Der Meister der Ehrengesellschaft zur Hären freut sich: «Das Rennen ist sensationell.» Er sei aber nicht mehr so wagemutig wie früher: «Die Strecke ist schnell und die Qualität der Bremsen unterschiedlich.»

Sorgen macht sich auch Cora, die Tochter von Dieter Burkhard, Stiftungsrat der Christoph Merian Stiftung. «Ich hoffe, er fährt nicht in einen Strohballen.» Mit ihren Schwestern Jasmin und Arianne drückt sie dem Grossrats-Wahl-Kandidaten die Daumen.

Die Politik vertritt auch Emmanuel Ullmann. Er ist Regierungsratskandidat und fühlte sich geehrt, als er letzte Woche für das Rennen angefragt wurde.

Sonntagsprogramm

Sein Sonntagsprogramm ist dicht: «Am Nachmittag gehe ich mit meiner Familie in den Zolli.» Ullmann eröffnet das Rennen und rast im Höllentempo durch die Zielschranke.

Mit von der Partie sind noch Hansjörg Lüking, Bereich Jugend, Familie und Sport im Erziehungsdepartement. Er ist dem Anlass gerecht angezogen: in seiner Töff-Montur.

Auch Silvio Fumagalli, der für das bürgernahe «community policing» in Grossbasel-Ost zuständig ist, hat der Anlass Spass gemacht. «Ich wünsche mir, dass es mehr Veranstaltungen dieser Art für Kinder gibt.»