Coronavirus

Infiziertes Klinikpersonal im Elsass

Im Elsass wird die Ausgangssperre mit Helikoptern überwacht.

Im Elsass wird die Ausgangssperre mit Helikoptern überwacht.

Ausgangssperre im Elsass wird mit Polizei-Helikopter überwacht.

Mindestens 300 Pflegekräfte und Ärzte haben sich im Elsass mit dem Coronavirus infiziert. Dies berichtet die Zeitung «Dernières Nouvelles d’Alsace». Im Krankenhaus von Mulhouse sind es über 50 Personen, in Strassburg mindestens 250. Jeden Tag gebe es zehn bis fünfzehn Neuansteckungen. Weil Infizierte nicht mehr arbeiten dürfen, könnte dies zu Schwierigkeiten führen, den Betrieb aufrechtzuerhalten – auch weil die Kapazität der Betten für die Reanimierung bis Mittwochabend verdoppelt werden soll. Die Strassburger Klinik ist mit 12500 Beschäftigten der grösste Arbeitgeber im Elsass, in Mulhouse arbeiten 6300 Personen.

In der Strassburger Klinik müssen alle Beschäftigten eine Schutzmaske tragen. Die Haupt-ansteckungsquelle liege allerdings nicht innerhalb des Spitals, sondern ausserhalb. Gleichzeitig setzen die französischen Behörden die verordneten Massnahmen rigoros um: Ein Helikopter der Gendarmerie überwacht vor allem im Departement Haut-Rhin, wo er auch stationiert ist, ob die Ausgangssperre eingehalten wird, schreibt «Dernières Nouvelles d’Alsace». Möglich sei dies tags wie nachts mit Hilfe einer Wärmekamera. Die Informationen werden an die Kollegen auf dem Boden weitergeleitet. Die Präfektur erfährt ausserdem wie sehr zum Beispiel Supermärkte frequentiert werden. Einkaufen ist erlaubt.

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Autor

Peter Schenk

Peter Schenk

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