Jungunternehmerpreis

Jacando vermittelt Dir einen «Handyman» und noch viel mehr

Viel Arbeit, viel Ertrag: Dennis Teichmann, COB, Leiter Marketing, und Matthias Falk, CEO, Leiter Produktion beim Brainstormen. Juri Junkov

Viel Arbeit, viel Ertrag: Dennis Teichmann, COB, Leiter Marketing, und Matthias Falk, CEO, Leiter Produktion beim Brainstormen. Juri Junkov

Die Internet-Plattform ist ein Marktplatz für Jobs jeglicher Art, von Microjobs bis zu Festanstellungen. Die Gründer dieses Angebots sind für den Jungunternehmerpreis nominiert.

Auf www.jacando.com herrscht Geschäftigkeit. Oft muss es rasch gehen, es sind viele, kurze Einsätze, aber für die Betroffenen kann es sehr wichtig sein.

Carine aus Basel sucht eine Putzfrau. Keine grosse Sache, etwa drei Stunden dürfte der Aufwand für vier Zimmer, Küche und Bad sein, die Bezahlung 75 Franken. Ferdinand muss umziehen und braucht Hilfe für ein paar Stunden.

«Brauche dringend Handyman vor Wohnungs-Abgabe» – so schallt uns der Hilferuf von Belinda aus Feldmeilen entgegen. Sie sucht einen praktisch veranlagten Mann mit handwerklichen Fähigkeiten, «Malen ein Wand mit einem Anstrich Farbe. Füllen kleine Löcher und ein paar Kleinigkeiten schöne machen», schreibt sie in charmantem Deutsch. Und bei Bern sucht ein Thomas einen kräftigen «Petsitter « für seine drei Huskies. «Immer freitags zwei bis drei sportliche Einsätze, optimal ist jemand, der sich auch sonst viel bewegt und im Wald ist», gibt Thomas an. Umgekehrt empfiehlt sich Nanine J. aus Lieli AG als Multitalent: Haus- und Gartenarbeit, Aufräumen und Entrümpeln, Malerarbeiten, Auto waschen und nicht zuletzt Reifen wechseln. Nebenbei erfährt man noch über ihre SAP-Kompetenz. Bestätigt wird Ihre Kompetenz von zahlreichen guten Bewertungen auf ihrem Jobber-Profil.

Mehr als 1000 Vermittlungen

Jacando bringt die beiden Seiten, Arbeitgeber und Jobsuchende, schnell und einfach zusammen. Ein Arbeitgeber gibt einen Bedarf ins System ein und die Datenbank benachrichtigt geeignete Personen. «Das Einzigartige ist nicht das Inserat, sondern der Abgleich, dass wir passende Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenbringen», sagt Unternehmens-Co-Gründer Dennis Teichmann. «Seit dem Start des Unternehmens Anfang 2013 haben wir weit mehr als 1000 Transaktionen – Vermittlungen – gehabt», so Teichmann. Und auf der Site sind 5000-Jobber-Profile gespeichert, ergänzt Matthias Falk. Die beiden kennen sich von der Tätigkeit als Unternehmensberater.

Sie wussten, wie schwierig es war, als Student einen Nebenverdienst zu finden. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Leute, die Mühe haben, kurzfristig jemanden für einen Job zu finden – siehe oben. Die Vermittlungsgebühr beträgt fünf Prozent. Natürlich gibt es Einschränkungen. Erotikdienste haben auf Jacando keinen Platz. Auch die Löhne müssen «anständig» sein. «Fünf Franken, das geht nicht», sagt Teichmann. Die Plattform soll «nachhaltig» sein. «Wir wollen, dass die Leute wiederkommen», sagt Falk. Die monatliche Wachstumsrate liegt derzeit bei 15 bis 20 Prozent. Bereits machen auch Firmen mit wie Allianz Schweiz, Otto’s und Swiss Indoors. Die Kundenzufriedenheit liege bei weit über 95 Prozent.

Die Stellenbewerber werden geprüft, von persönlichen Daten bis zu Hintergrund. Zudem müssen sie sich ja «outen», was ihr Angebot betrifft. In Zweifelsfällen werden sie kontaktiert und ihre Eignung hinterfragt. Ausländische Arbeitskräfte müssen eine EU-Niederlassungsbewilligung vorweisen.

Jacando beschäftigt derzeit sieben Leute, die insgesamt 5,2 Vollzeitstellen besetzen.

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