Jagdgesetz in Basel
«Ein Gesetz, das punkto Hundehaltung einer Blackbox gleichkommt»: Komitee ergreift Referendum gegen «Leinenzwang»

Das Komitee Pro Tier ergreift das Referendum gegen den am 27. Oktober vom Grossen Rat beschlossen «Leinenzwang» im Rahmen des Jagdgesetzes.

Lea Meister 1 Kommentar
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Einzig in der Langen Erle sollen Freilaufzonen für Hunde eingerichtet werden, heisst es in der Medienmitteilung.

Einzig in der Langen Erle sollen Freilaufzonen für Hunde eingerichtet werden, heisst es in der Medienmitteilung.

Martin Ruetschi / KEYSTONE

Am 27. Oktober wurde das Wild- und Jagdgesetz vom Basler Parlament verabschiedet. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht bekannt, wie gross die versprochenen Freilaufzonen für Hunde ausfallen werden und wo sie genau liegen werden, heisst es in der Medienmitteilung vom Donnerstag des Komitees Pro Tier.

Einzig in den Langen Erlen sollen Freilaufzonen eingerichtet werden. Gegen den entsprechenden Grossratsbeschluss ergreift das Komitee deshalb das Referendum. Regierungsrätin Stephanie Eymann habe zwar von grosszügigen Freilaufzonen auf dem Gebiet der Stadt Basel und Riehen gesprochen, mehr als Versprechungen seien dies aber nicht, so das Komitee.

Nicht die Hunde trifft die Schuld

«Wir anerkennen, dass ein allgemeines Wohl der Tiere im Interesse des Kantons liegt. Dass pro Jahr in Basel-Stadt im Schnitt elf Rehe von Hunden gerissen werden, ist auch uns ein Dorn im Auge. Dazu bedarf es aber nicht eines Freilaufverbotes», heisst es in der Mitteilung weiter. Nicht die Hunde treffe dafür die Schuld, sondern es bestehe Handlungsbedarf bei fehlbaren Hundehalterinnen und -haltern.

Das neue Gesetz treffe laut dem Komitee also die falschen, nämlich die, die sich nicht dagegen wehren können. Die Tiere sollen auch weiterhin genügend Raum für den Freilauf erhalten. Dafür setze sich das Referendumskomitee ein.

1 Kommentar
Thomas Zweidler

Leinenzwang ist OK. Obwohl schade für "den Hund". Es geht nicht um "der Hund" - es geht um die 1000de Hunde allüberall. Jeder meint, so einen Vierbeiner haben zu müssen. Ueberall nur noch Menschen mit Hunde. Das ist das Problem, dass es Viele sind. Haben sie schon mal ein mageres dauernd aufgescheuchtes Reh gesehen. Es stirbt wegen der Unruhe. Haben sie schon mal ein angebissenes Reh gesehen. Auch nur mit einer kleinen (Hunde-) Bisswunde. Es ist dem Tod geweiht. Sorry, die vollgestopften Hunde sollen an die Leine - und vor allem sollten es weniger werden - jeder Mensch sollte da mal überlegen ob ein Hund nötig ist oder einfach Accessoir.

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