Rund um die Spiele des FC Basel wurden 2017 drei Dutzend Stadionverbote ausgesprochen. Wie die Kantonspolizei Basel-Stadt am Mittwoch mitteilte, wurden für das letzte Jahr 17 Rayonverbote erteilt, wovon sieben an Fans von Gastmannschaften ausgesprochen wurden. Der FC Basel selbst ordnete acht Stadionverbote an, fünf ergingen an Fans von Gastmannschaften.

Ein Rayonverbot hat zur Folge, dass sich der Fehlbare vor, während und nach einem Fussballspiel nicht in einem bestimmten Perimeter rund um das Fussballstadion aufhalten darf. Ein Rayonverbot zieht jeweils ein entsprechendes Stadionverbot mit sich.

Zudem ermittelte die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt im Zusammenhang mit Fussballspielen in 12 Fällen wegen Diebstahls, Landfriedensbruchs, Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung, Angriffs, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Betäubungsmittel und Raufhandels.

Die bz Basel berichtete u.a. über:

Die Spiele des FC Basel kosten die Kantonspolizei Basel-Stadt viel Geld. Die durchschnittlichen Gesamtkosten pro Heimspiel betrugen 2017 rund 180'000 Franken. Die 18 Super-League-Heimspiele des FCB kosteten die Polizei insgesamt 2,61 Millionen, also rund 145'000 Franken pro Spiel.

Im August hat der Basler Regierungsrat ein neues Verrechnungsmodell für 2018 angekündigt. So wird neu für die öffentlichen Sicherheitskosten bei Sport- und Konzertveranstaltungen ein einheitliches Modell gewählt. Bei allen Grossveranstaltungen auf Kantonsgebiet stehen die tatsächlich geleisteten Einsatzstunden und nicht mehr die Zuschauerzahl im Zentrum der Berechnung.

Diese Verrechnungsart käme den FC Basel deutlich teurer zu stehen. Die Regierung gewährt dem Club deshalb in Jahren ohne Champions-League-Teilnahme eine separate Kostenreduktion. Das neue Modell sei mit Regelungen in anderen Kantonen und Städten vergleichbar. Es werde am 1. Juli 2018 eingeführt. (jk)