Abstimmungskampf
Jetzt fechten die Jungen mit Fahnen – eine für und eine gegen die Fusion

Der textiler Abstimmungskampf hat begonnen: Die Fusions-Gegner setzen auf Grösse, die Befürworter der Fusion sind überraschend kreativ. Sie präsentierten auf der Brücke beim Birsköpfli eine neue Fahne für den fusionierten Kanton.

Daniel Haller
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Die jungfreisinnige Verlobungsfahne.

Die jungfreisinnige Verlobungsfahne.

Zur Verfügung gestellt

Zwar sind die Zeiten vorbei, als in der Schlacht der sterbende Fähnrich mit letzter Kraft die Fahne unters blutige Wams stopfte, damit der Feind sie nicht erbeute. Doch im Zeichen des Abstimmungskampfes zur Fusionsinitiative seit Samstag gewinnen die textilen Identitätsträger an Bedeutung: So verzierte die «Jugend pro Baselbiet» am Samstag die Sissacher Fluh mit einer 225 Quadratmeter grossen Baselbieter Fahne, die nun gemäss Medienmitteilung «selbstbewusst» in Richtung Basel schaut. Die mit 15 mal 15 Metern «grösste Baselbieterfahne der Gegenwart» will als «Widerstand gegen die Fusion» und als «klares Zeichen gegen die Fusionsträume» verstanden werden.

Eigenkreation für neuen Kanton

Am gleichen Tag wehte über der Fussgängerbrücke des Birsköpflis die neue Kantonsfahne des künftigen Kantons. Zwar ist noch kein Entscheid gefallen, wie diese dereinst aussehen könnte, doch «mit dem neuen Kantonswappen soll symbolisch gezeigt werden, wie der neue Kanton Basel aussehen soll: verbindend statt trennend», teilen die Jungfreisinnigen der beiden Halbkantone mit. «Die junge Generation, die von der Fusionsfrage am stärksten betroffen sein wird, möchte mit dem Vorschlag für ein gemeinsames Kantonswappen einen Beitrag für ‹ihren› zukünftigen Kanton Basel leisten.»

Mit einer Velofahrt von den beiden Kantonsparlamenten zum Birsköpfli machte das Junge Grüne Bündnis symbolisch auf die enge Verbundenheit der geteilten Kantone aufmerksam. Unterstützt wurden die Jungpolitiker den beiden Regierungspräsidenten Guy Morin und Isaac Reber.