«Foodtruck», so heissen die Restaurants, die man in den USA schon lange kennt. In einem Minibus, auf einem Kleinlaster oder sonst einem Vehikel befindet sich eine Küche mit Verkaufsstand. Der Truck fährt da vor, wo Hungrige zu vermuten sind, meist zur Mittagszeit in der Nähe von grossen Arbeitgebern. Die Angestellten verlassen das Gebäude, belagern den Truck, werden gefüttert und nach spätestens zwei Stunden ist er wieder verschwunden. Die Regierung will auf Druck des Parlaments den Betreibern solcher Trucks in der Stadt das Leben nun etwas einfacher machen.

Sie hat den neuen Leitfaden «Mobile und saisonale Gastronomie auf öffentlichem Grund» verabschiedet. «Zusammen mit Glacé- und Maronniständen, sonstigen Verkaufsständen und Buvetten sollen auch Foodtrucks zum Verweilen einladen und einen Beitrag zur Erlebbarkeit der Stadt leisten», schreibt die Regierung blumig. Und man wolle, «um ein erstes Angebot zu lancieren», sechs Standorte speziell für Foodtrucks reservieren. Diese sollen dort «die bestehende Gastronomie ergänzen», aber auch eigene Kundschaft generieren.

Die Idee ist, dass die Trucks täglich einen fixen Standort anfahren. Diese befinden sich am Allschwilerplatz, bei der Ciba (Ecke Mauerstrasse/Gärtnerstrasse), an der Hebelschanze, beim Im Triangel (Erlenmattquartier), beim Novartis-Campus (Fabrikstrasse) und auf dem Voltaplatz.

Ausserdem lockert die Regierung mit dem neuen Leitfaden einige Regeln, die den mobilen Gastronomen bis anhin das Leben schwer gemacht hatten. Insbesondere hatte für Diskussionen gesorgt, dass die engen Küchen auf den Fahrzeugen im Prinzip den gleichen Regeln zu gehorchen haben wie fest eingebaute Küchen in Restaurants. Auch für die Verkaufsstände gibt es Erleichterungen: Wie die Regierung an ihrer Sitzung von Dienstag beschloss, dürfen sie ab sofort über Kocheinrichtungen verfügen. Auch für solche Stände und Buvetten hat die Regierung einige zusätzliche Standorte ins Auge gefasst.