Hauptbestandteil des Projekts vom April 2010 ist der Abbruch eines Nebengebäudes der Kaserne zwischen Hauptbau und Klingentalkirche. Im Hauptbau selbst soll neben einem neuen und ganzjährig geöffneten Gastronomiebetrieb eine öffentliche WC-Anlage realisiert werden. Die Kosten sind auf 3,8 Mio. Fr. veranschlagt, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.

Die Arbeiten sollen in Etappen von 2012 bis 2014 geplant und ausgeführt werden. Zusammen mit der Öfffnung des Kasernenareals will die Regierung auch das Klingentalweglein für 1,5 Mio. Fr. umgestalten und aufwerten. Geschaffen werden solle eine attraktive, schwellenlose Verknüpfung der Rheinuferpromenade mit den Freiräumen im Klingental, heisst es im Communiqué.

Kein zentraler Durchgang

Von der seitlichen Öffnung des Kasernenareals erhofft sich die Regierung eine deutliche Verbesserung für die Quartierbevölkerung und die Nutzer des Kasernenareals. Ein zentraler Durchgang durch den rheinseitigen Kopfbau der Kaserne sei zwar ebenfalls geprüft, jedoch aus funktionalen und wirtschaftlichen Gründen wieder fallen gelassen worden.

In einem nächsten Schritt will die Regierung eine Strategie für die künftige Nutzung für den Hauptbau der Kaserne ausarbeiten, den die Hochschule für Kunst und Gestaltung verlässt. Befassen will sie sich auch mit der Öffnung des Areals zur Kasernenstrasse hin sowie mit der Freiraumentwicklung in Zusammenhang mit dem ganzen Kleinbasel.

Die Öffnung des Kasernenareals zum Rhein hin ist auch Gegenstand einer hängigen Volksinitiative. Lanciert hatte diese das Komitee «Kulturstadt jetzt» im letzten Jahr - zwei Wochen nachdem die Regierung ihre Vorstellungen präsentiert hatte. Die Sammelfrist für das Volksbegehren, das einen grosszügigen Durchbruch verlangt, läuft noch bis zum 26. November 2011.