Fussball
Jetzt wirds endlich Sommer: Ex-Basler wird wohl neue Nummer 1

Das sind die drei möglichen Nachfolger im Tor der Nationalmannschaft für den zurückgetretenen Diego Benaglio. Der Neo-Gladbacher Yann Sommer ist dabei in der Pole. Doch es gibt weitere Verfolger.

Markus Brütsch
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Yann Sommer als Nati-Torhüter (Archivbild).

Yann Sommer als Nati-Torhüter (Archivbild).

Keystone

Ist das ein Sommer! Zuerst der Sprung vom FC Basel nach Mönchengladbach in die Bundesliga, und jetzt auch noch die unverhoffte Beförderung zur Nummer 1 im Tor der Schweizer Nati. Zwar ist diese noch nicht offiziell, doch gibt es keine Zweifel, dass der neue Coach Vladimir Petkovic auf Sommer setzt. Dass der 25-Jährige ein würdiger Nachfolger von Diego Benaglio sein wird, ist unbestritten. Obwohl sich der bisherige Stammgoalie nur selten Patzer wie bei der WM gegen Frankreich geleistet hatte, waren viele Experten schon jetzt der Meinung, Sommer sei sogar der noch etwas bessere, komplettere Goalie.

Benaglio – Sommer – Bürki – für den 23-jährigen Münsinger Roman Bürki schien der Weg ins Schweizer Tor für längere Zeit blockiert. Jetzt aber dürfte er zur Nummer 2 aufrücken. Dies allerdings nur, wenn er sich in der Bundesliga durchsetzt und beim SC Freiburg das Duell mit dem ebenfalls neu verpflichteten Sebastian Mielitz für sich entscheidet. Denn so eindeutig, wie Bürki das bei der Vertragsunterzeichnung noch gedacht hatte, setzen sie im Breisgau nicht auf ihn. Im Cupspiel am letzten Wochenende sass er nur auf der Bank. Was nichts daran ändert, dass er ein Goalie mit vielversprechenden Qualitäten ist.

Zwei U-20-Länderspiele stehen im internationalen Palmarès von Marwin Hitz. Nicht viel für einen Torhüter seines Zuschnitts. Wie die Jungfrau zum Kinde war er einst zum Vertrag beim VfL Wolfsburg gekommen. Dort hatte er fünf lange Jahre im Schatten von Benaglio auf seine Chance gewartet, war aber in der Bundesliga nur 13 Mal zum Einsatz gekommen. Insidern indes war schon länger klar, dass Hitz ein hervorragender Torhüter ist. Den Beweis hat er in der letzten Saison beim FC Augsburg erbracht. Im Gegensatz zu Sommer und Bürki hat sich der 26-Jährige in der Bundesliga bereits etabliert. Auch auf ihn ist Verlass.