Die neue Jugendbefragung weise gegenüber der vor vier Jahren durchgeführten ersten Erhebung nur wenige Veränderungen auf, sagte Projektleiterin Fabienne Hofer vom Statistischen Amt. An der Umfrage nahmen im September 2013 im 1038 Schülerinnen und Schüler aus 58 Klassen in 34 Schulhäusern teil. Die Ergebnisse seien repräsentativ, sagte Hofer.

94,9 Prozent der befragten 12- bis 17-Jährigen leben sehr gerne oder gerne im Stadtkanton. 83,6 Prozent bewerten ihn zudem als jugendfreundlich.

Rheinufer am Beliebtesten

Das Rheinufer ist wie schon in der ersten Befragung der mit Abstand beliebteste Ort der Jugendlichen, gefolgt vom Barfüsserplatz und der Innenstadt. Beliebt ist auch das Gebiet St. Jakob mit Stadion, Einkaufszentrum und Gartenbad. Zufrieden sind die Jugendlichen mit den Einkaufsmöglichkeiten und dem Kinoangebot; dagegen mangelt es aus ihrer Sicht an Hallenbädern sowie Konzerten und Festivals.

Weiter ergab die Befragung, dass die meisten 12- bis 17-Jährigen täglich Musik hören, im Internet surfen und lernen. Bei der Internet-Nutzung wurde gegenüber der ersten Jugendbefragung eine Zunahme um 15 bis 20 Prozent verzeichnet, wie es an der Medienkonferenz hiess.

Mehr als jeder Zweite geht mindestens an einem Abend pro Woche in den Ausgang. Sowohl abends wie auch tagsüber treffen sich die Jugendlichen am liebsten bei Kolleginnen und Kollegen zu Hause oder einfach in der Stadt. Viele wünschen mehr ungestörte und unbeaufsichtigte Orte in der Innenstadt und in den Quartieren.

Sport hoch im Kurs

Mehr als drei Viertel der Basler Jugendlichen gehen regelmässig einem Hobby nach. Die meisten von ihnen sind in einem Sportverein aktiv. Hoch im Kurs steht auch Musikunterricht. Dagegen gehören weniger als 15 Prozent einer Jugendorganisation wie Pfadi oder Jungwacht Blauring an.

Als wichtigstes Thema, mit dem sich die Jugendlichen beschäftigen, erwies sich in der Befragung die Ausbildung. Knapp die Hälfte der Befragten hat sich bereits für einen Beruf oder ein Studienfach entschieden. Am wenigsten Klarheit herrscht diesbezüglich bei den Gymnasiasten.

84,7 Prozent der Jugendlichen gefällt es gut bis sehr gut in der Schule. Manche hätten jedoch gerne weniger Schulstunden und einen späteren Schulbeginn. Solche Wünsche liessen sich jedoch nicht erfüllen, sagte Erziehungsdirektor Christoph Eymann vor den Medien.

Erziehungsdirektor mit Ergebnis zufrieden

Der LDP-Regierungsrat bewertete das Resultat der Umfrage als «im Grossen und Ganzen gut». Das Ergebnis zeige, dass in der Politik und in privaten Organisationen gute Arbeit geleistet werde. Dass Sport bei den Jugendlichen so beliebt ist, führte der Erziehungsdirektor auch auf den massiven Ausbau des freiwilligen Schulsports zurück.

Eymann lobte die Jugendumfrage als «präzise Standortbestimmung». Sie sei unter anderem eine wichtige Grundlage bei der Gestaltung neuer Quartiere wie der Erlenmatt.