Verdacht auf illegale Substanz
Jugendlicher tot in Basler Wohnung gefunden – er hatte wohl einen Drogencocktail intus

Am Montag gegen 17 Uhr wurde die Kantonspolizei Basel-Stadt alarmiert, weil in einer Wohnung in der Theodor Herzl-Strasse ein toter Jugendlicher aufgefunden worden war. Eine 15-Jährige wurde wegen Verdachts der Unterlassung der Nothilfe festgenommen. Der Verstorbene hat vor seinem Tod vermutlich einen Drogencocktail zu sich genommen.

Lea Meister
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Als die Sanität vor Ort eintraf, konnte nur noch der Tod des Jugendlichen festgestellt werden. (Symbolbild)

Als die Sanität vor Ort eintraf, konnte nur noch der Tod des Jugendlichen festgestellt werden. (Symbolbild)

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Der am Montag in der Theodor Herzl-Strasse in einer Wohnung verstorbene 15-Jährige hat vor seinem Tod möglicherweise einen Drogencocktail zu sich genommen. Am Montag gegen 17 Uhr wurde die Kantonspolizei Basel-Stadt alarmiert, weil in der besagten Wohnung ein toter Jugendlicher aufgefunden worden war. Der 15-Jährige habe vermutlich eine unbekannte Substanz eingenommen.

Zwei volljährige Freunde des Verstorbenen sagten gestern gegenüber «Blick», dass der Jugendliche zuvor am Sonntag eine Geburtstagsparty in einer Shisha-Bar besucht hatte. Daraufhin sei er mit einem Getränkebecher zurückgekehrt. Darin sei ein Gemisch aus Xanax, LSD, Hustensaft und Methadon gewesen, sagten die Jugendlichen gegenüber «Blick».

15-jährige Kollegin wurde festgenommen

Man habe dann den weiteren Abend in der Wohnung verbracht. Als es dem 15-Jährigen plötzlich schlecht ging, habe man ihm Hilfe angeboten, er habe diese aber abgelehnt. Gegen 4.30 Uhr sei er eingeschlafen. Man habe ihn auch schnarchen gehört. Daraufhin hätten sich auch die anderen hingelegt. Als die Kollegen ihn wecken wollten, schien er Probleme mit der Atmung zu haben. «Ich ging zu ihm, fühlte seinen Puls, alles schien okay zu sein. Ich ging wieder schlafen. Als ich um 16.30 Uhr wieder aufwachte, fühlte ich keinen Puls mehr bei ihm. Seine Haut war kalt. Seine Hände waren verkrampft.», so eine der Freundinnen.

Die Jugendlichen alarmierten daraufhin die Rettungskräfte. Weshalb es zu einer Verzögerung von rund einer Stunde kommen konnte, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Von Dritteinwirkung wird nicht ausgegangen

Die Todesursache ist noch nicht geklärt und wird durch das Institut für Rechtsmedizin sowie die Staatsanwaltschaft abgeklärt. Mehrere Erwachsene und Jugendliche wurden und werden aktuell befragt. Die Polizei nahm eine 15-Jährige fest. Sie steht unter Verdacht, Hilfeleistung unterlassen zu haben. Gegen drei Erwachsene wurden wegen Verdachts der Unterlassung der Nothilfe ein Verfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft entgegen.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Staatsanwaltschaft und die Jugendanwaltschaft aber nicht von Dritteinwirkung aus.

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