Zoo Basel
Junge Rosaflamingos im Zolli – Der «Kindergarten» wächst

Der Frühling ist die Balzzeit für die Rosaflamingos, auch im Zoo Basel. Im März haben die rund 110 Vögel schon mit dem Bau ihrer Nester begonnen. Mittlerweile sind schon 35 Junge geschlüpft. Und es werden wohl noch mehr – einige Vögel brüten noch.

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Zoo Basel, Nachwuchs bei den Rosaflamingos
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Um ihre Nester zu bauen, setzen sich die Flamingos auf den Boden und ziehen mit ihrem Schnabel das Erdreich zu sich heran.
Die Jungen unterscheiden sich nicht nur in der Grösse von den Erwachsenen Tieren, sondern auch anhand ihrer Farbe.
Die Flamingo-Eltern füttern ihre Jungen mit einem blutroten Sekret, das aus oberflächlich gelegenen Zellen in der Speiseröhre kommt.
Dieses Fütterungsverhalten pflegen auch Tauben und Kaiserpinguine. Bei anderen Vogelarten ist dieses Verhalten nicht bekannt.
Nach der Geburt haben die Küken rosa gefärbte Beine und einen geraden Schnabel.
Später färben sich ihre Beine dunkelgrau. Im Alter von zwei Jahren werden sie dann aber wieder rosa.
Wenn die Küken grösser werden, ist es Zeit für den «Flamingo-Kindergarten».
Die Jungen beginnen ihre Welt zu erkunden und versammeln sich. Ein paar Altvögel passen auf den Kindergarten auf und bringen ihnen das eine oder andere bei.

Zoo Basel, Nachwuchs bei den Rosaflamingos

Zoo Basel

Der Nestbau der Flamingos erfolgt im Sitzen: Die setzen sich auf den Boden und ziehen mit dem krummen Schnabel das Erdreich heran. Das hat zur Folge, dass unter dem sitzenden Vogel nach und nach ein Bruthügel entsteht. Wie der Zoo Basel in einer Mitteilung von heute Donnerstag schriebt, haben über 40 Flamingo-Paare auf diese Weise ihre Nester gebaut. Im April begann dann die Brut und nach 30 Tagen schlüpften schon die ersten Jungtiere.

Graues Gefieder und gerader Schnabel

Auch wenn die Rosaflamingos, wie ihr Name schon sagt, ein rosa Gefieder tragen, sind die Küken hellgrau. Zudem haben die Jungen einen geraden Schnabel. Ihre Beine sind laut dem Tierpark in den ersten Tagen nach der Geburt rosa und färben sich später dunkelgrau. Mit zwei Jahren sind die Küken ausgewachsen und die Beine werden wieder rosa.

Nach der Geburt der Küken bleibt ein Elternteil bei ihnen und schaut, dass keines aus ihrem Nest fällt. Denn wie es in der Mitteilung heisst, sind die Beine der Jungen noch sehr kurz, weshalb es schwierig ist für die Küken, den Bruthügel hochzuklettern.

Ein Fütterungsverhalten, wie es nur wenige Vogelarten pflegen

Die Flamingo-Eltern füttern die Küken mit einem blutroten Sekret, in welchem relativ wenige rote Blutkörperchen enthalten sind, dafür umso mehr Eiweiss, Kohlenhydrate und Fette. Dieses Sekret entstehe in den oberflächlich gelegenen Zellen der Speiseröhre der Eltern, erklärt der Zoo. Durch die Bettellaute der Küken wird bei den Eltern die Produktion dieses Sekrets ausgelöst. Diesen Fütterungs-Vorgang lässt sich auch bei den Flamingo-Familien im Zolli beobachten.

Die Fütterungsart bei den Flamingos ist nur bei wenigen Vogelarten vertreten, schreibt der Tierpark in seiner Mitteilung. Nur bei Tauben und Kaiserpinguinen ist ein solches Verhalten bekannt. Andere Vögel würgen vorverdaute Nahrung heraus oder sammeln Insekten für ihre Jungen.

Zeit für den Flamingo-Kindergarten

Wenn die Beine der Küken länger werden und sich ihr Körper streckt, ist es Zeit für den «Flamingo-Kindergarten». Die Jungtiere beginnen dann ihre Umgebung zu erkunden und versammeln sich. Ein paar Altvögel passen auf den «Kindergarten» auf und bringen ihnen zum Beispiel bei, im Wasser mit den Füssen zu stampfen und Nahrung herauszuholen.

Mit zunehmendem Alter krümmt sich der Schnabel und die Jungen können damit das Wasser nach feinsten Partikeln filtern, wie der Zoo weiter schreibt. Doch auch wenn sie nun selber wissen, wie man an Nahrung kommt, betteln sie bis zum Alter von über neun Monaten bei den Eltern um das oben erwähnte Sekret. Dazu stellen sie sich demonstrativ vor ihre Eltern, rufen und folgen ihnen so lange, bis sie den blutroten Nektar bekommen.

Neu: Online Tickets für den Zolli

Ab sofort kann man die Tickets für den Zoo Besuch in Basel ganz einfach von zu Hause aus kaufen. Will man also die Warteschlange an der Kasse umgehen, kann man das Ticket ausdrucken und direkt den Eingang «Abo / Online Tickets» Tickets passieren. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, sein elektronisches Ticket auf dem Smartphone vorzuweisen.