Durch die Vermummung seien Personen nicht sofort und klar identifizierbar und würden somit im Zweifelsfall ein Risiko für alle darstellen, begründet die Partei den Schritt in einer Mitteilung.

Die heute gültige Regelung im Kanton Basel-Stadt lasse bereits eine Handhabe bei Vermummung zu, jedoch nur im Rahmen von öffentlichen Demonstrationen und Veranstaltungen. Diese Regelung werde jedoch einerseits zu wenig konsequent umgesetzt und sei andererseits auch kein probates Mittel, um die Vermummung gänzlich zu verhindern, findet die Junge SVP.

Gegen Schweizer Traditionen?

Deshalb solle es - bei einer allfälligen Annahme der Initiative - in der Öffentlichkeit nicht mehr erlaubt sein, Kleidungsstücke, welche das Gesicht ganz oder wesentlich verhüllen, zu tragen. Damit zielen die jungen SVPler vor allem auf die Burka. Die Junge SVP ist nämlich der Ansicht: Verdeckte Gesichter verunmöglichen es dem Gegenüber, eine Person zu erkennen.

Und: Verhüllte, verschleierte und vermummte Personen im öffentlichen Raum lassen sich zudem «mit unseren Traditionen und Wertvorstellungen» nicht vereinbaren, heisst es weiter in der Mitteilung. Denn es müsse davon ausgegangen werden, dass die religiös bedingte Ganzkörperverschleierung der Frau aufgezwungen werde. Für das Zustandekommen der Initiative benötigt die Jungpartei insgesamt 3000 Unterschriften. (BZ)