Niedrigwasser

Jungfernfahrt: «Rhystärn» verschmähte Birsfelden

Am Mittwoch fuhr das neue Flaggschiff der Basler Personenschifffahrtsgesellschaft erstmals von Basel nach Rheinfelden. Alles lief rund. Nur in Rheinfelden gab es eine Fahrplanänderung: Der «Rhystärn» konnte wegen Niedrigwasser nicht anlegen.

Die Passagierplätze innen waren fast besser besetzt als jene draussen auf dem Panoramadeck. Das hatte an diesem 1. August seinen Grund: Das Innendeck der «Rhystärn» ist klimatisiert und bietet dank Panoramafenstern einen einzigartigen Ausblick.

Doch die grosse Hitze, welche den äusseren Rahmen für die erste offizielle Linienfahrt des neuen Flaggschiffs der Basler Personenschifffahrtsgesellschaft (BPG) bildete, hatte auch anderweitig Konsequenzen: Kapitän Florian Sulzer musste die Anlegestelle in Birsfelden wegen des tiefen Rheinpegels auslassen, und auch an der Endstation in Rheinfelden wendete die «Rhystärn», ohne am Rheinufer anlegen zu können. 

Der «Rhystärn» auf Jungfernfahrt

Der «Rhystärn» auf Jungfernfahrt.

Das sei für ihn «der Wermutstropfen am heutigen Tag» gewesen, sagte Rheinfeldens Stadtammann Franco Mazzi, «aber die Natur können wir nicht beeinflussen.» Die Zähringerstadt hatte extra für die «Rhystärn» ein festliches Empfangskomitee aufgeboten. Auch BPG-Geschäftsführer Peter Stalder macht sich Sorgen. So früh im Jahr sei Niedrigwasser auf dem Rhein bei Basel noch nie ein Problem gewesen.

Und vor allem: Die niedrigen Wasserstände häufen sich. Für Stadtammann Mazzi besteht sogar Grund für grundsätzliche Besorgnis: «Wenn es vermehrt Sommer wie diesen gibt, müssen wir uns überlegen, was wir mit der Anlegestelle machen.» Denn die Rheinschifffahrt ist für Rheinfelden eine wichtige Touristenattraktion. Pro Jahr steigen in Rheinfelden 25'000 Passagiere ein und aus. Eine Lösung zu finden, dürfte indes nicht ganz einfach – und nicht ganz günstig – werden. Denn das Problem ist eine rippenförmige Untiefe in der Anfahrtsrinne zur Anlegestelle. Vorgestern war das Wasser dort nur gut 1,5 Meter tief; die «Rhystärn» aber mit einem Tiefgang von 1,55 Meter benötigt laut Kapitän Sulzer für eine sichere Fahrt eine Wassertiefe von rund 2 Metern.

Die erste Fahrt mit dem neuen Basler Flaggschiff «Rhystärn»

Die erste Fahrt mit dem neuen Basler Flaggschiff «Rhystärn»

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