Positionspapier

Juso Basel-Stadt fordert kostenlose psychologische Betreuung für Studierende

Das Betreuungsangebot seitens der Hochschulen würde laut der Juso nicht aussreichen (Symbolbild)

Das Betreuungsangebot seitens der Hochschulen würde laut der Juso nicht aussreichen (Symbolbild)

In der gestrigen Mitgliederversammlung hat die Juso Basel-Stadt ein Positionspapier zu den Basler Hochschulen verabschiedet. Daraus ist zu entnehmen, dass die Juso unter anderem kostenlose psychologische Betreuung für Studierende fordert.

In der Corona-Krise habe die psychische Belastung von Studierenden stark zugenommen, schreibt die Juso Basel-Stadt in ihrem Positionspapier. «Es braucht ein niederschwelliges psychologisches Betreuungsangebot, welches für alle zugänglich ist», sagt Stella Weihofen, Mitverfasserin des Positionspapiers und Beisitzerin der Juso Basel-Stadt. Aus diesem Grund fordere die Jungpartei eine kostenlose psychologische Betreuung für Studierende in Basel.

Das heutige Angebot seitens der Hochschulen sei laut der Juso nicht ausreichend

So könnten sich nicht alle Studierenden das psychologische Betreuungsangebot der Universität Basel leisten, sind die Mitglieder der Juso überzeugt. Die Krankenkasse übernehme die Kosten einer Therapie nur, wenn ein psychologisches Problem mit «Krankheitswert» vorliege. Als Beispiele werden Angststörungen und eine Sucht erwähnt. Für die Hilfe für Probleme im Studium oder im persönlichen Umfeld werden jedoch 80 Franken pro Stunde verrechnet. Diese Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen und seien für einige zu teuer. 

Auch bei der FHNW gebe es eine Beratungsstelle für Studierende bei psychologischen Problemen im Zusammenhang mit dem Studium – beispielsweise, wenn die Leistungen abnehmen oder jemand persönliche Probleme hat. Dieses Angebot müsse aber ausgebaut werden, fordert die Juso Basel-Stadt in ihrem Positionspapier weiter. Zudem brauche es vermehrt Sensibilisierungsmassnahmen und eine verbesserte Aufklärung in Bezug auf psychologische Krankheiten.

Weitere Themen wurden besprochen 

Darüber hinaus fordert die Juso Basel-Stadt zum Beispiel, dass bis im Jahr 2035 eine verbindliche Geschlechterquote von 50 Prozent in den Basler Hochschulen eingeführt wird, «um die bestehende Untervertretung von Frauen an Lehrstühlen auszugleichen». Zudem soll auch Personen mit einer Berufsmatur der Zugang zur Universität ermöglicht werden. Die Studiengebühren sollen laut der Juso abgeschafft werden und eine Klimaneutralität an Universitäten und Hochschulen bis 2030 angestrebt werden. 

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