«Vom Quartier – fürs Quartier»: Mit diesem Motto haben Christoph Nyfeler, Michael Hänggi und Pascal Salathe die zuständige Beurteilungskommission der Stadt überzeugt. Nun dürfen die Betreiber der Kaffeebar Saint Louis die kommenden fünf Jahre auch die neue Buvette am St. Johanns-Rheinweg/Rheinschanze bewirtschaften.

Sechs Projekte wurden der Kommission eingereicht. «Den Zuschlag erhielt der Betreiber der Kaffeebar im St. Johann wegen seines innovativen Konzeptes», teilt das Bau- und Verkehrsdepartement mit. Die Buvette soll sich im gesamten Quartier gut integrieren. «Eine ansprechende Architektur und ein Gastrokonzept mit Fisch als Schwerpunkt haben mit zum Entscheid für dieses Projekt beigetragen.»

Für den Bereich östlich des St. Johann-Tors auf der Befestigungsanlage bis hin zum Rhein besteht laut Baudepartement ein öffentliches Interesse an einer weitergehenden Bespielung in den Sommermonaten. Die Rheinschanze befindet sich in der Stadtbild-Schutzzone, der denkmalpflegerisch wertvolle Teil der Anlage liegt in der Grünzone. Eine kommerzielle Nutzung soll auf den St. Johanns-Rheinweg unterhalb des Thomasturms konzentriert werden, unter Berücksichtigung der gesamten bestehenden Architektur und des dortigen Ruhebereichs mit dem angrenzen St. Johanns-Park.

Das Ziel sei, in diesem Bereich eine angenehme Aufenthaltsqualität zu schaffen und gleichzeitig die einmalige historische Kulisse zur Geltung zu bringen. Der Zinnenbereich des Thomasturms kann für den Gastrobetrieb genutzt werden. Der chaussierte Bereich zwischen Thomasturm und St. Johanns-Tor hingegen soll der ruhigen Erholungsnutzung vorbehalten sein. Der gesamte Bereich muss durchgehend für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Sofern keine Einsprachen eingehen, erhält das zukünftige Betreiber-Team nach Ablauf der üblichen Frist von 30 Tagen ein gebührenpflichtiges Nutzungsrecht für die nächsten fünf Jahre inklusive einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre. Wenn alles rund läuft, öffnet die Buvette im Frühjahr 2016.