Kleinbasel

Kampf gegen Bordell: Anwohner künden Einsprache an

Der Betreiber des FKK-Club an der Amerbachstrasse sagt, er habe nichts mit Prostitution zu tun. (Symbolbild)

Der Betreiber des FKK-Club an der Amerbachstrasse sagt, er habe nichts mit Prostitution zu tun. (Symbolbild)

Anwohner wehren sich gegen einen FKK-Club in Kleinbasel und künden Widerstand gegen ein nachträglich eingereichtes Gesuch des Betreibers an. In der betroffenen Amerbacherstrasse befinden sich zurzeit drei Bordelle. Das sind zwei zu viel, finden sie.

Seit fünf Jahren wehren sich Anwohner der Amerbachstrasse 45 in Kleinbasel gegen ein Bordell in einem ehemaligen Fitness-Studio, das seit 2010 besteht. Vor anderthalb Jahren zwang das Basler Appellationsgericht die Liegenschaftsbesitzerin dazu, ein nachträgliches Gesuch einzureichen.

Nach mehreren Verzögerungen ist dieses nun publiziert. Anwohner künden an, Einsprache einzulegen, wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet. Bis ein rechtskräftiger Entscheid vorliegt dürften allerdings weitere Jahre verstreichen.

Der FKK-Klub im Matthäus-Quartier hat besonderes Geschäftsmodell: Der Betreiber des FKK-Club an der Amerbachstrasse sagt, er habe nichts mit Prostitution zu tun. Er stelle nur die Infrastruktur zur Verfügung. Alle Gäste zahlen einen Tageseintritt. Gegenleistung: Von elf Uhr morgens bis zwei Uhr nachts dürfen sie sich im Club aufhalten. Dazu gehören Speis und Trank. Nichtsdestotrotz können Freier und Prostituierte hier miteinander ins Geschäft kommen. 

«Wir sind keine prüden Gurken. Wir haben absolut nichts gegen Prostitution», sagt eine Anwohnerin, die anonym bleiben will, der Schweiz am Sonntag. Sie hält fest, dass ein Etablissement pro Wohnstrasse genug sei. Derzeit sind es drei. 

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