Regierungsratswahlen
Kandidatensterben nach den Wahlen: Dürrs Weg ist in die Regierung ist frei

Baschi Dürr ist der «Last man standing». Nachdem am Montagabend bereits sein FDP-interner Konkurrent Christophe Haller verzichtet hatte, zogen sich gestern Abend auch die anderen Kandidaten zurück.

Moritz Kaufmann
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Siegerbier mit geballter Faust: FDP-Kandidat Baschi Dürr freut am Sonntag sich über seinen siebten Platz mit 17038 Stimmen.

Siegerbier mit geballter Faust: FDP-Kandidat Baschi Dürr freut am Sonntag sich über seinen siebten Platz mit 17038 Stimmen.

Juri Junkov

Vor den Wahlen wurde dick aufgetragen: Baschi Dürr, Christophe Haller, Emmanuel Ullmann, Lorenz Nägelin und Patrick Hafner erklärten alle vollmundig, weshalb das Basler Volk sie in die Regierung wählen soll. Drei Tage nach der Wahl bleibt nur noch Baschi Dürr übrig.

Gestern Abend debattierten die SVP und die Grünliberalen, ob ihre Kandidaten für den zweiten Wahlgang antreten sollten. Und auch einige Exponenten an der SP-Delegierteversammlung spielten mit dem Gedanken, einen Kandidaten aufzustellen, um die Macht in der Regierung auszubauen. Doch bei der SVP und der GLP fehlte nach dem mässigen Abschneiden ihrer Kandidaten die Lust, nochmals in die Offensive zu gehen. Und auch die aufmüpfigen Stimmen in der SP unterlagen: Keine der drei Parteien stellt Baschi Dürr einen Konkurrenten entgegen.

Heute Mittag läuft die Frist für allfällige andere Bewerber ab. Ein paar versprengte Optimisten melden sich möglicherweise noch. So etwa Christian Mueller von der Randpartei Freistaat unteres Kleinbasel (fuk). Doch niemand wird auch nur annähernd eine Chance haben, gegen Dürr zu bestehen. Somit ist der eloquente Glatzkopf so gut wie gewählt – zwar höchstwahrscheinlich nicht als Regierungspräsident, aber immerhin als siebtes Mitglied der Regierung und somit als Sicherheitsdirektor.