Basel-Stadt

Kanton kauft 47'000 Quadratmeter des Rosental-Areals

Der Agrochemiekonzern Syngenta besitzt den Teil des Areals gegenüber des Badischen Bahnhofs, das markanteste Gebäude darauf wird abgerissen und ersetzt. (Archiv)

Der Agrochemiekonzern Syngenta besitzt den Teil des Areals gegenüber des Badischen Bahnhofs, das markanteste Gebäude darauf wird abgerissen und ersetzt. (Archiv)

Der Kanton Basel-Stadt kauft den Grossteil des Rosental-Areals beim Badischen Bahnhof. Der Preis für die 47'000 Quadratmeter neben dem Syngenta-Sitz bleibt geheim, wie Immobilien Basel-Stadt am Dienstag mitteilte - er erlaube eine «marktkonforme Bruttorendite».

Eines der grössten zusammenhängenden Areale in der Stadt gehört neu dem Staat. Wie Immobilien Basel-Stadt mitteilt, hat der Kanton das Rosental-Areal gekauft. Das Areal gehörte bis 2007 dem Agrochemiekonzern Syngenta. Damals verkaufte der Basler Konzern das Gelände, das rund 47'000 Quadratmeter gross ist, an eine Investmentfirma mit Sitz in Gibraltar.

Diese hatte im Herbst 2015 mehrere Investoren eingeladen, ein Gebot für das Gelände abzugeben. Aus verschiedenen politischen Lagern war damals die Forderung laut geworden, der Kanton solle sich um das Areal bewerben. Allerdings mit völlig gegenteiligen Vorstellungen, was dort entstehen solle. Die Vorstellungen variieren von links nach rechts zwischen möglichst günstigen Genossenschaftswohnungen im Baurecht und Gewerbeareal.

Auf dem Areal beim Badischen Bahnhof, zwischen Rosentalstrasse, Maulbeerstrasse, Schwarzwaldallee und Mattenstrasse, hat der Kanton Basel-Stadt bereits einige kleinere Grundstücke erworben. Dort sollen unter anderem die Schulzahnklinik und das zahnmedizinische Institut der Universität Basel hinkommen.

Nun kauft Immobilien Basel-Stadt auch den Rest des Areals mit den darauf befindlichen Gebäuden – zu einem Preis, der nicht öffentlich bekannt werden soll. Diese Geheimhaltung trotz des geltenden Öffentlichkeitsgebots wird damit gerechtfertigt, dass es sich um einen Vertrag mit Privaten handle, die Anspruch auf Vertraulichkeit hätten. Geht man von einem – mit Sicherheit sehr tief angesetzten – Quadratmeterpreis von 1000 Franken aus, so hat der Kanton mindestens 47 Millionen Franken bezahlt. Die Wahrheit indes dürfte deutlich darüber liegen, sieht man sich die Bodenpreise an, die der Kanton selber bei seinen Statistiken nennt. Nicht einberechnet worden sei das Potenzial für zusätzliche Neubauten auf dem Areal. Der Kanton geht von bis zu 80'000 Quadratmetern zusätzlicher Geschossfläche aus, zusätzlich zu den bestehenden 120'000. 

Verwandtes Thema:

Autor

Nicolas Drechsler

Nicolas Drechsler

Meistgesehen

Artboard 1