Das Areal, das früher die Firma Migrol genutzt hatte, ist gut 15'100 Quadratmeter (m2) gross, jenes der Esso gut 9000 m2 - zusammen sind das fast dreieinhalb Fussballfelder. Der baselstädtische Richtplan von 2009 sieht für jene Hafenareale eine koordinierte Hafen- und Stadtentwicklung vor. Weil das dauert, stehen Zwischennutzungen an.

Auf dem Ex-Esso-Areal hat der Kanton dem Verein I_Land Zwischennutzungen im Öffentlichen Interesse anvertraut. Laut Regierung ist solches «rasch» nun auch für das Ex-Migrol-Areal vorgesehen. Gespräche mit erfahrenen Institutionen seien am Laufen. Das Baurecht ist jedenfalls auf mindestens fünf Jahre veranschlagt.

Die derzeitige Besetzung auf dem Ex-Migrol-Areal durch einen Verein «Provisorium Freiburgerstrasse» werde bis auf weiteres geduldet, sofern «keine wesentlichen Beschwerden» eingehen und nicht mehr Fläche beansprucht wird. Dies ende spätestens dann, wenn eine legale Zwischennutzung für diese Fläche ansteht.

Eigentümer bezahlt Zins

Wieviel der Kanton den Schweizerischen Rheinhäfen für dieses Baurecht bezahlt, will Immobilien Basel-Stadt (IBS) aus Prinzip nicht bekannt geben, da es um kantonales Finanzvermögen gehe, mit dem man sich im Markt bewege. Für ein solches quasi zonenloses Areal gibt es indes keinen Marktvergleich, wie ein IBS-Sprecher einräumte.

Eigentlich gehört jener Boden schon der Einwohnergemeinde Basel, doch diese hatte ihn den Rheinhäfen per Staatsvertrag unbefristet zur Nutzung überlassen. So bezahlt Basel faktisch Baurechtszins für eigene Grundstücke. Laut dem IBS-Sprecher soll der Staatsvertrag nach der Klärung der künftigen Nutzung aktualisiert werden.