Basel
Kanton will an neues Stadtcasino 38 Millionen beisteuern

Mit dem Erweiterungsprojekt für das Basler Stadtcasino geht es weiter vorwärts. Die Regierung beantragt dem Grossen Rat für das Vorhaben einen Beitrag von 38 Millionen Franken. Das entspricht 49 Prozent der geplanten Gesamtkosten von 77,5 Millionen.

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Im Herzen der Stadt soll zwischen Musikakademie, Theater und Schauspielhaus ein Musikzentrum entstehen.
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Visualisierung des Stadtcasinos
Das neue Projekt vom Steinenberg aus gesehen.
Die Entkoppelung des 1876 erstellten Musiksaals von dem aus dem Jahr 1938 stammenden Stadtcasino erfolgt durch den Abbruch des Eingang- und Treppenbereichs des Musiksaals.
Vorgesehen sind im Gebäude grosszügige Foyers mit Bars, Garderoben, Künstlerbereiche und Serviceräume.
Das Musikhaus, das künftig auch vom Barfüsserplatz her zugänglich sein soll, soll laut dem Architekten Jacques Herzog dereinst neben der mächtigen Barfüsserkirche als gleichwertiger Baukörper in Erscheinung treten.

Im Herzen der Stadt soll zwischen Musikakademie, Theater und Schauspielhaus ein Musikzentrum entstehen.

Zur Verfügung gestellt

Die Regierung erachtet die Erweiterung und Sanierung des Stadtcasinos mit seinem denkmalgeschützten Musiksaal als "kulturpolitisch prioritäres Projekt". Für die Profilierung der Musikstadt Basel sei es von grosser Bedeutung, hält die Exekutive in einer Mitteilung vom Mittwoch fest.

Dass der Stadtkanton an das Projekt 49 Prozent oder maximal 38 Millionen Franken beisteuert, ist schon länger so vorgesehen. Für die restlichen 51 Prozent respektive 39,5 Millionen Franken kommt die Casino-Gesellschaft zusammen mit privaten Spendern auf.

Das von den einheimischen Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfene Projekt sieht eine Zweiteilung des heutigen Stadtcasinos vor. Der historisch wertvolle Gebäudeteil mit dem für seine Akustik berühmten Musiksaal und dem ebenso geschätzten Hans Huber-Saal soll zum Barfüsserplatz hin im bestehenden Architektur-Stil erweitert und zu einem eigenständigen Musikhaus ausgestaltet werden.

Die Entkoppelung des 1876 erstellten Musiksaals von dem aus dem Jahr 1938 stammenden Stadtcasino erfolgt durch den Abbruch des Eingang- und Treppenbereichs des Musiksaals. Dadurch entsteht zwischen Steinenberg und Barfüsserplatz wieder eine direkte Verbindung.

Weiter hat die Regierung auch der für die Erweiterung des Stadtcasinos nötigen Zonenänderung zugestimmt. Weil damit keine Vergrösserung des Baugebiets verbunden ist und auch keine Einsprachen eingegangen sind, konnte die Regierung die Zonenänderung abschliessend genehmigen.