Die Mitarbeiterinnen der Basler Kantonsverwaltung dürfen am Frauenstreiktag 2019 vom 14. Juni teilnehmen – allerdings nur in ihrer Freizeit. Das hat die Regierung am Dienstag beschlossen. Grundversorgung und der Service public müssten stets aufrechterhalten bleiben.

Mit dieser Regelung kann Gewerkschafterin und SP-Grossrätin Toya Krummenacher gut leben: «Es wäre ja schliesslich sinnfrei, wenn die Regierung ihr eigenes Personal zu einem politischen Streik aufrufen würde.» Viel wichtiger sei, dass der Regierungsrat den Frauenstreiktag unterstütze und damit ein klares Bekenntnis zur Gleichstellung von Mann und Frau abgebe.

Als weiteres Signal werden Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und Vizepräsidentin Eva Herzog die Verwaltungsmitarbeiterinnen am 14. Juni um elf Uhr in den Hof des Rathauses zu einer gemeinsamen Pause mit kurzen Ansprachen einladen.

In einer Mitteilung unterstreicht die Basler Regierung nochmals die Bedeutung des Frauenstreiks. Damit werde «der Fokus auf ein zentrales gesellschaftspolitisches Thema gelenkt». (dba)