Aufbau

Kasernenareal wird zur Militärmusik-Arena umfunktioniert

Das Gerüst der Tattoo-Arena auf dem Kasernenareal steht.

Das Gerüst der Tattoo-Arena auf dem Kasernenareal steht.

Die Arena für das Basel Tattoo nimmt langsam Formen an. Allerdings gibt es bis zur Premiere noch viel zu erledigen. Ein wichtiger Punkt ist die Anreise zur Kaserne, die aufgrund der Wartungsarbeiten an den Gleisen erschwert ist. Die BVB gibt Tipps.

Es wird gehämmert, geraucht, geschraubt, geschwitzt und geflucht. Stahlträger und Platten werden verschoben, Stangen montiert und weitergereicht. Der Aufbau der Tattoo- Arena scheint eine ganz normale Baustelle zu sein – nur ist der Zeitplan extrem eng. Zwei Wochen hat Bauchef Andreas Brütsch Zeit, denn zur Premiere am 19. Juli müssen sechs Kilometer Kabel verlegt, alle Verkleidungen angebracht und der Boden in der Arena eingeschwärzt sein. Bis dahin ist es ein weiter Weg.

Feinarbeiten ab nächster Woche

«Zuerst haben wir den Boden ausgemessen und begradigt», erklärt Brütsch. Von der Kaserne aus wird zunächst die linke Seite aufgebaut, dann der Bogen und schliesslich die rechte Tribüne. «Für deren Rohbau haben wir etwa einen Tag gebraucht.» Noch fehlen die Zugänge für die Musiker, es sind noch nicht alle 7838 Stühle montiert, ebenso wenig die Skyboxen. In diesen finden nicht nur Gäste Platz, sondern auch die Produzenten des Tattoo. Heute Mittag wird die Technik aufgebaut und verlegt», sagt Andreas Brütsch.

Auch das Wetter spielt beim Aufbau eine entscheidende Rolle: «In grosser Hitze zu arbeiten ist natürlich nicht angenehm», sagt Brütsch. Aber ihm sei dies lieber als Regen, denn ein nasses Gerüst könne schnell gefährlich werden. Nächste Woche werden die Tattoo-Street installiert und die vier verschiedenen Lounges instand gesetzt. «Im Reitstall, Rosshof, im Museum kleines Klingental und im Rappaz Haus müssen unter anderem noch Küchenzeilen eingerichtet werden.»

Rekurse erschweren Aufbau

Die Rekurse, die gegen das Tattoo eingereicht wurden (die bz berichtete), haben die Aufbauarbeiten erschwert, aber nicht verzögert. «Es war nervenaufreibend für uns, mehrere Pläne für die WC-Container im Hinterkopf haben zu müssen», räumt Andreas Brütsch ein. Die Verschiebungen der Container würden schliesslich andere Arbeiten nach sich ziehen, wie neue Anschlussleitungen und Beschilderungen. «Flexibilität und nervliche Belastbarkeit gehören zum Job dazu», sagt Brütsch lachend.

Am kniffligsten gestaltet sich für den Bauchef der enge Zeitplan: «Es darf nichts dazwischen kommen und kein schwerer Unfall geschehen.» Zum Glück sei in den letzten vier Jahren, in denen Andreas Brütsch für den Aufbau des Basel Tattoo verantwortlich ist, noch nie etwas Schwerwiegendes passiert. «Die Zusammenarbeit mit den externen Firmen und dem Militär läuft gut.» Man sei gut im Zeitplan und optimistisch, dass alles klappe.

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