Basler Sport Champions
Kein Federer und kein FCB: Fechter Benjamin Steffen wird Basler Sportler des Jahres

An der heutigen Gala wurden die besten Basler Sportler des Jahres 2016 ausgezeichnet. Weder Roger Federer noch der FC Basel gehörten dazu.

Céline Feller
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Die Basler Sportler des Jahres
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Zwei feste Grössen des Basler Sportpreises gingen leer aus. Weder Tennis-Ass Roger Federer (hier mit dem FCB-Meisterpokal)...
... noch der FC Basel wurden dieses Jahr gekürt. Seit dem Jahr 2000 holte immer zumindest einer der beiden den Titel in ihrer jeweiligen Kategorie
Stattdessen wurden die Ruderer und Olympiasieger Simon Niepmann, Lucas Tramèr, Simon Schürch und Mario Gyr werden zur Basler Mannschaft des Jahres gekürt.
Die Degenfechter/innen
Die Nachwuchssportlerinnen.
Die Boxerinnern.
Die Rettungsschwimmerinnen.
Showact mit Emotion.

Die Basler Sportler des Jahres

Keystone

Das vergangene Jahr war ein spezielles. Auch in der Basler Sportszene. Das ist spätestens seit dem heutigen Abend amtlich. Denn an der grossen Gala der Basler Sport-Champions 2016 in der kleinen Joggelihalle passierte etwas, was es in den letzten 16 Jahren nie gegeben hat: Weder wurde Roger Federer «Basler Sportler des Jahres» noch wurde die erste Mannschaft des FC Basel als «Basler Team des Jahres» ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2000 holte immer zumindest einer der beiden den Titel in ihrer jeweiligen Kategorie.

Für den FCB reisst somit gar eine Serie nach sechs Auszeichnungen am Stück – Federer seinerseits muss erst zum dritten Mal seit 2000 einem anderen Sportler den Preis und die Anerkennung überlassen.

Rio-Helden räumen ab

Zum Einzelsportler des Jahres kürte die Vereinigung der Basler Sportjournalisten, welche wie gewohnt die Sieger der drei wichtigsten Kategorien auswählt, den Degenfechter Benjamin Steffen. Der 34-Jährige Basler erreichte im Sommer in Rio den vierten Platz an den Olympischen Spielen und schaffte es, dass die ganze Schweiz beim Fechten mitfiebert.

Steffen, nach Marcel Fischer der zweite Fechter, der sich den Titel als «Basler Sportler des Jahres» sichern kann, nahm den Preis von Sportminister und Regierungsrat Christoph Eymann persönlich entgegen.

Ebenfalls zugegen war der Leichtgewicht-Vierer der Ruderer mit Simon Niepmann, Lucas Tramèr, Simon Schürch und Mario Gyr. Sie konnten in Rio sensationell die Goldmedaille gewinnen.

Gleich doppelt abräumen konnte die Schweizer Tennishoffnung Rebeka Masarova. Die erst 17-Jährige wurde sowohl zur «Basler Sportlerin des Jahres» als auch zur «Nachwuchsportlerin des Jahres» gewählt. Masarova, Tochter einer Spanierin und eines Slowaken, sorgte im abgelaufenen Sportjahr gleich für zwei Highlights: An den Swiss Open in Gstaad stiess sie bis in den Halbfinal vor, in Paris konnte sie als erst dritte Schweizerin nach Martina Hingis und Belinda Bencic die Junioren French Open gewinnen.

Nachwuchssportler des Jahres ist der Schwimmer Tolunay Akçay.

An der Preisverleihung wurden insgesamt 95 Elite- sowie 55 Nachwuchssportlerinnen und -sportler ausgezeichnet. Zum ersten Mal verliehen wurde der Sportpreis der Oberrheinkonferenz, der die Verdienste von Personen oder Vereinen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich Sport anerkennt. Die Ehre, diesen Preis als erstes einzuheimsen, hat der von der Leichtathletik-Sektion BSC Old Boys organisierte Bebbi-Sprint.