Käppelijoch

Kein Herz für die Liebe? Basler Regierung entfernt Liebesschlösser

Die Regierung will das Käppelijoch entschlösseln.

Noch vor den Sommerferien werden die Liebesbeweise vom Basler Denkmal entfernt, schreibt die Regierung.

Liebespaare müssen jetzt ganz stark sein. Zumindest wenn sie auf das Fundament des Liebesbeweises bauen, wie er dutzendfach am Käppelijoch hängt. Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom Dienstag entschieden, «dass die ‹Liebesschlösser› vom Gitter des Käppelijochs vor den Sommerferien erstmalig entfernt werden». Dies geht aus dem Bulletin der Regierung hervor. 

Seit einiger Zeit sei das Gitter so stark behangen, dass kaum mehr Platz für neue Schlösser bleibt und eine Beschädigung der Gitterkonstruktion droht, heisst es weiter.

Die Liebesschlösser erfreuen sich seit einiger Zeit grosser Beliebtheit. Speziell in Paris hat es sich zu einem Brauch von Paaren entwickelt, als Zeichen der ewigen Verbundenheit ein Schloss an einer Brücke anzubringen, um dann den Schlüssel im Fluss zu versenken. 

Auch der Stadt der Liebe hat das schon Probleme beschert: So brach 2015 das Geländer der Pont des Arts ein. Das Joch tausender Liebschaften hatte die Brücke nicht zu tragen vermocht. Die Stadt entfernte darauf 45 Tonnen Vorhängeschlösser. 

Angestellte der Stadt Paris entfernen an der Fussgängerbrücke Pont des Arts die Gitter sowie die daran angebrachten Liebesschlösser.

Angestellte der Stadt Paris entfernen an der Fussgängerbrücke Pont des Arts die Gitter sowie die daran angebrachten Liebesschlösser.

Die Basler Version dieses Treueschwurs wurde auch schon an der Fasnacht persifliert. Eine Gruppe brachte ein überdimensionales Schloss an. Dieses wird nun mit allen anderen entfernt. Anlass dazu ist ein Vorstoss von SVP-Grossrat Beat Schaller. (bro)

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