Die Basler Regierung hat auf Einladung der Baselbieter Regierung Stellung genommen zum politischen Vorhaben, die beiden Basel in der Eidgenossenschaft als Kantone mit ganzer Standesstimme und je zwei Ständeräten zu verankern.

Dabei sei sie vor dem Hintergrund der staatspolitischen Gegebenheiten zum Schluss gekommen, dass es "zielführender ist, wenn die Nordwestschweizer Kantone ihre politischen Kräfte bündeln und sie konzentriert für die Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen bei konkreten Sachgeschäften und politischen Weichenstellungen einsetzen".

Die Regierung des Nachbarkantons Baselland hatte nach dem Baselbieter Volks-Nein zu einer Fusion mit Basel-Stadt im letzten Oktober erklärt, sie wolle die Frage eines Vollkantons wieder angehen. Aussicht auf Erfolg bestehe allerdings nur bei einem gemeinsamen Vorgehen mit Basel-Stadt.

Der Auftrag an die politischen Behörden des Kantons, sich für einen Vollkanton einzusetzen, ist 1988 in die Baselbieter Kantonsverfassung aufgenommen worden. Die eidgenössischen Räte hatten letztmals 2001 eine Standesinitiative für einen Vollkanton Baselland abgelehnt.