FC Basel

Keine Einsprachen eingegangen: Jetzt kommt die Fan-Bar vor dem Joggeli

Vor gut zwei Jahren wurde sie angekündigt, jetzt kann die Fan-Bar auf der Plattform hinter der Muttenzerkurve verwirklicht werden. Die Einsprachefrist ist verstrichen, bald sind die Umrisse des Fanprojekts erkennbar.

Spät kommt sie, doch sie kommt. Die Muttenzerkurve erhält bald eine eigene Bar vor dem Joggeli. Im Frühling 2016 kündeten die Sicherheitsdirektoren von Stadt und Land in einer eilends einberufenen Pressekonferenz Massnahmen an als Reaktion auf die Ausschreitungen im April 2016.

Neben mehr Überwachungskameras und Präventionsgesprächen solle eine Fan-Bar für ein möglichst durchmischtes Publikum auf der Plattform vor dem Sektor D des Fussballstadions sorgen, sagte Regierungsrat Baschi Dürr (FDP), Vorsteher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) wenige Wochen später. «Wir wollen die Fans mit in die Verantwortung nehmen – ganz nach dem ‹Basler Modell›», liess damals die Polizei verlauten. Schon ab Februar 2017 stünde in Absprache mit dem FC Basel und der Fanarbeit die neue Bar, betrieben von Fans.

Im Kantonsblatt war die Baupublikation bereits im Juli 2017 zu finden. Lange geschah jedoch nichts. Während die Muttenzerkurve an den Spielen für die Finanzierung Becher sammelte, liess das Bewilligungsverfahren auf sich warten. Was genau zur Verzögerung geführt hat, liess sich gestern für die bz nicht genau eruieren — wahrscheinlich waren es schlicht die Mühlen der Verwaltung, die etwas langsamer mahlten als ursprünglich angenommen.

Die Federführung lag nicht beim JSD, das sich gleichwohl über die «wichtige Massnahme» freut und sich allgemein eine «Entspannung» der Situation vor dem Eingang der Muttenzerkurve verspricht.

Nicht gewinnorientiert

Denn jetzt geht es vorwärts mit der Bar: Die Baubewilligung liegt vor, die Einsprachefrist ist verstrichen, ohne dass sich jemand gegen das Vorhaben gewehrt hätte. «Wir freuen uns, dass es bald losgehen kann», sagt Ornella Pessotto von der Fanarbeit. Die unabhängige Instanz zeichnet für das Projekt zusammen mit dem FCB und den Fans verantwortlich.

Seit vergangenem Wochenende sind erste Spuren des Bauprojekts zu sehen. Das Fundament wird verlegt, auf das später Container zu stehen kommen. Schon vor dem Rückrundenstart — also zum Heimspiel des FCB gegen St Gallen — dürften die ersten Umrisse der neuen Beiz erkennbar werden.

Entgegen einem früheren Pilotversuch wird die definitive Variante ein zweistöckiges Gebilde: unten die Bar, oben eine kleine Plattform. So zumindest zeigen es bisherige Visualisierungen.

Wann zum ersten Mal Bier aus dem Zapfhahn fliesst, steht indes noch nicht fest. Sicher ist, dass Leute aus der Fanszene hinter dem Tresen stehen und sowohl Getränke wie auch Esswaren anbieten. Die Fan-Bar sei aber nicht gewinnorientiert, heisst es aus Fankreisen.

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