Unterflurcontainer

Keine versenkten Sammelcontainer für Basler Kehricht

Auf der Erlenmatte steht eine Pilot-Anlage der Unterflur-Container.

Auf der Erlenmatte steht eine Pilot-Anlage der Unterflur-Container.

Die Basler Kehrichtabfuhr wird nicht teilweise durch Unterflur-Sammelcontainer abgelöst. Die Vorlage dazu fallt nach Auszählung der brieflich abgegebenen Stimmen mit einem Nein-Anteil von 69,2 Prozent durch.

Mit dem Nein werden in Basel weiterhin zweimal wöchentlich gebührenpflichtige Kehrichtsäcke per Lastwagen in den Strassen eingesammelt. Weil diese Arbeit ungesund ist und unzeitig hingestellte Säcke das Stadtbild stören und Geschmacksnerven strapazieren, hatte die Regierung den Systemwechsel vom Holen zum Bringen vorgeschlagen.

Das Nein fiel mit 35'046 gegen 15'572 Stimmen bei 50,1 Prozent Stimmbeteiligung klar aus. Da die bürgerliche Parlamentsmehrheit den Kredit von 26,5 auf 13,3 Millionen Franken halbiert hatte, wäre der Systemwechsel nicht flächendeckend möglich gewesen. Abfuhr und Sammelcontainer hätten so teuer nebeneinander betrieben werden müssen.

Emmanuel Ullmann zu Unterflurcontainer

Die Mehrkosten von 800'000 Franken im Jahr waren das Hauptargument im Abstimmungskampf. Keine Partei stand mehr hinter dem Beschluss; ein bürgerliches Referendum brachte diesen an die Urne. Auch wurden praktische Probleme etwa für Behinderte oder an steilen Strassen gegen die alle 200 Meter geplanten Sammelcontainer vorgebracht.

Knappes Ja zu RTVG

Bei den eidgenössischen Vorlagen sind sich die Basler nicht so einig. 50,56 Prozent sagen Ja zur Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG).

Deutlicher Ja - 62,3 Prozent - sagt Basel-Stadt zur Vorlage zur Präimplantationsdiagnostik.

Erbschaftsteuer- und Stipendien-Initiative kommen in Basel-Stadt nicht an. 59,14 Prozent sagen Nein zur Erbschaftssteuer-Initiative, gar 66,56 Prozent sagen Nein zur Stipendieninitiative. (sda/zam)

Baschi Dürr zu Erbschaftssteuer

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