Gentech-Raps

Keine weiteren genmanipulierten Rapspflanzen gefunden

Greenpeace-Aktivisten markieren den Gentech-Raps in Basel (Bildquelle: Greenpeace)

Greenpeace-Aktivisten markieren den Gentech-Raps in Basel (Bildquelle: Greenpeace)

Im Mai hatte Greenpeace im Auhafen in Muttenz eine Gentech-Rapspflanze gefunden. Weitere Abklärungen der Behörden haben keine weiteren genmanipulierten Rapspflanzen zu Tage gefördert, teilt die Bau- und Umweltschutzdirektion am Montag mit.

Greenpeace hatte im Mai in Basel im Rheinhafen Kleinhüningen und am Bahnhof St. Johann sowie im Auhafen in Muttenz Gentech-Raps gefunden, der auf diesen Arealen wächst, in der Schweiz aber verboten ist. Nach solchen Pflanzen suchten auch die Behörden im Zuge eines Monitoring-Projekts des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).

Dabei wurden Proben entlang der Transportwege genommen. Durchgeführt wurde diese Probenahme am Tag nach der Greenpeace- Aktion, geplant gewesen war sie indes schon zuvor. In Baselland wurde zudem nach dem Greenpeace-Fund zusätzlich das Auhafen-Areal nochmals abgesucht.

Über 100 Proben getestet

In Basel-Stadt förderte die Monitoring-Aktion weitere genmanipulierte Rapspflanzen zu Tage, wie das Kantonslabor schon am 6. Juni bekanntgab. In Baselland wurden jedoch unter den über 100 gestesten Proben keine weiteren solchen Pflanzen mehr gefunden, wie es in der Mitteilung der Bau- und Umweltschutzdirektion heisst.

Bei den von Greenpeace und dem Basler Kantonslabor sichergestellten Gentech-Pflanzen handelt es sich um herbizidresistenten Raps der Sorte GT73 des US-Herstellers Monsanto. Im Rahmen des Monitoring-Projekts des Bundes war 2011 im Raum Basel noch kein genmanipulierter Raps gefunden worden, wohl aber in Lugano.

Problematischer Gentech-Raps

Das Monitoring gentechnisch veränderter Organismen (GVO) untersucht SBB-Strecken von der italienischen und französischen Grenze bis zu den Ölsaat verarbeitenden Betrieben in Baselland und im Tessin. Gentech-Raps ist problematisch, da er sich in Wildpflanzen einkreuzen und lange Zeiträume in der Umwelt verbleiben kann.

In der Schweiz darf solcher Raps weder angebaut noch verarbeitet werden. Seine Herkunft in den Hafen- und Bahnarealen ist laut den Basler Behörden nicht geklärt; er wurde aber wohl beim Umschlag freigesetzt. In Baselland ist der von Greenpeace im Mai gefundene Raps laut der Bau- und Umweltschutzdirektion die erste bekannte GVO- Pflanze in der Umwelt.

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