Verantwortungslose Mutter
Kind spielte mit höchstgefährlichem Laserpointer im Bruderholz

Die Polizei hat an der 1. August-Feier auf dem Bruderholz mehrere Laserpointer sichergestellt. Einer davon überschritt die Grenze zur Illegalität in der Leistung um das 2000-fache. Dies ist das stärkste je sichergestellte Gerät in der Schweiz.

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Grüne Laserstrahlen

Grüne Laserstrahlen

Keystone

Ein Einsatzzug der Basler Polizei hat Besuchern der Bundesfeier auf dem Bruderholz drei verbotene Laserpointer abgenommen, nachdem diese in den Nachthimmel gezündet hatten. Mit Leistungen von 5, 50 und sogar 2000 Milliwatt überschritten die sichergestellten Laserpointer den zulässigen Maximalwert um bis das 2000-fache, teilt die Polizei mit. Gemäss Allgemeinverfügung des Eidgenössischen Starkstrominstituts sind derartige Geräte nur bis zu einer Leistung von 1 Milliwatt gestattet.

Kind spielte mit illegalem Gerät

An diesem Abend wurde gemäss Polizeiangaben niemand verletzt. Pikant: Mit dem 50 Milliwatt-Laserpointer hatte ein siebenjähriges Kind gespielt. Dessen Mutter hatte ihm das gefährliche «Spielzeug» geschenkt.

Das andere Gerät mit einer Leistung von 2000 Milliwatt ist laut Experten das stärkste je in der Schweiz von der Polizei sichergestellte Gerät seiner Art. Bei dieser Ausgangsleistung genügen wenige tausendstel Sekunden, um schwerste Augenverletzungen zu verursachen.

Verkauf verboten

Der Verkauf starker Laserpointer ist in der Schweiz verboten, nicht aber der blosse Besitz. Deren gesundheitsgefährdender Einsatz gegen Personen ist jedoch ein Straftatbestand, der geahndet werden könne, wie es weiter hiess. Die grünen Laserpointer sind vor allem von Blendungen von Airline-Piloten bekannt geworden. (san)