Matthäuskirche

Kirchen-Besetzer gehen auf Konfrontationskurs

Abgewiesene Asylbewerber leben mit jungen Aktivisten in den Gemeinschaftsräumen der Matthäuskirche.

Abgewiesene Asylbewerber leben mit jungen Aktivisten in den Gemeinschaftsräumen der Matthäuskirche.

Die Besetzer der Kleinbasler Matthäuskirche suchen offenbar die Auseinandersetzung mit der Hausherrin, der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt. Die Kirche drohe ihnen.

In einem Schreiben beklagen sich die Besetzer der Kleinbasler Matthäuskirche, der Kirchenrat habe ihnen anlässlich eines Gesprächs mit der baldigen polizeilichen Räumung der Kirche gedroht.

Postwendend folgte die Antwort der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (ERK), das entspräche nicht der Wahrheit. Vielmehr habe man die Besetzer, die in der Kirche auf die rechtliche Situation von illegal anwesenden Ausländern aufmerksam machen wollen gebeten, die Matthäuskirche von sich aus zu verlassen.

Die Sans-Papiers-Aktivisten würden nun von sich aus die Konfrontation über die Medien suchen. Das bedaure die ERK. Der Kirchenrat werden sich in den nächsten Tagen zu diesem Thema zusammensetzen und «behalte sich weitere Schritte vor».

Zum Thema «Kirchenasyl», das die Aktivisten für sich beanspruchen hat die ERK eine klare Meinung: Ein solches Recht existiere juristisch gesehen nicht. Es sei also so, dass «die Migrationsbehörden de iure und de facto jederzeit Zutritt zu den besetzten Räumlichkeiten hatten und weiterhin haben werden.»

In die Auseinandersetzung mischt sich nun auch das «Junge Grüne Bündnis Nordwest» ein, das sich mit den Aktivisten «solidarisch erklärt». (dre)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1