Nicht nur steht er dem Ansinnen, Teile der Uni Basel in den Kanton Baselland zu verlegen, positiv gegenüber. Nein, der Reinacher Unternehmer äussert sich auch dezidiert zur Standortfrage: Das Dreispitzareal hält Endress nicht für besonders geeignet für einen neuen Uni-Campus, wie er auf Anfrage der bz betont. Liestal dagegen sei mit der Bahn sehr gut angebunden. Die Verkehrsanbindung sei wichtiger als die geografische Distanz in Kilometern, findet Endress.

Am Dreispitz würden sich hingegen die Verkehrsprobleme akzentuieren, vor allem zu Stosszeiten gegen Abend. «Da steht man im Stau», betont Endress. Die Regierung des Kantons Baselland müsse nun aus ihrer Sicht überprüfen, was wünsch- und machbar sei, und welche finanziellen Konsequenzen dies für den Kanton zur Folge hätte, sagt Endress.

Es gibt noch einen anderen Grund, warum Endress ein positives Signal an den Kanton Baselland als wichtig einstuft. Am 5. Juni befindet der Souverän des Landkantons über die Sanierung der Pensionskasse der Uni-Mitarbeitenden. Und vom positiven Ausgang der Abstimmung hängt die Zahlung von vier Jahrestranchen à 20 Millionen Franken von Basel-Stadt an Baselland ab, gibt er zu bedenken. Klaus Endress ist seit 2005 Mitglied des Universitätsrats, Verwaltungsratspräsident der Reinacher Technologiefirma Endress + Hauser und politisiert im Reinacher Gemeinderat. (sts/haj)