Kleinbasel
Nach 150 Jahren in Familienbesitz: Basel-Stadt kauft Clara-Areal

Der Kanton Basel-Stadt erwirbt das Wohnareal Clara im Kleinbasel. Gross verändert werden soll es trotz eines neuen Besitzers nicht. Allerdings ermöglicht der Kauf der Stadt wohnpolitische Möglichkeiten.

Laura Pirroncello
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Basel-Stadt erwirbt das Clara-Areal mit fünf Wohnhäusern.

Basel-Stadt erwirbt das Clara-Areal mit fünf Wohnhäusern.

zvg, Präsidialdepartement BS

Das 22'750 Quadratmeter grosse Clara-Areal gehört nun dem Kanton Basel-Stadt. Im Geviert zwischen Claragraben, Sperrstrasse, Hammerstrasse und Klingentalstrasse hat es mehrere Wohnhäuser mit Büros und einer Kita im Erdgeschoss. Ausserdem sind ein öffentliches Parkhaus und eine grosse Grünanlage Teil des Areals.

Dass solch ein grosses Gesamtareal verkauft wird, komme selten vor, schreibt der Basler Regierungsrat in einer Mitteilung. Der Kauf des Clara-Areals entspreche der langfristigen Strategie des Kantons. Der Kanton schafft sich mit dem Areal einen «wohnpolitischen Handlungsspielraum, um die Entwicklung der Stadt und das Wohnraumangebot im Interesse der gesamten Bevölkerung zu beeinflussen.»

Charakter und Grünanlage bleiben erhalten

Auf dem Areal hat es insgesamt fünf Wohnliegenschaften. Der Kanton übernimmt drei Gebäude mit total 200 Wohnungen, die er selbst bewirtschaftet. Bei den anderen Liegenschaften erwirbt der Kanton den Boden. Der Charakter des Clara-Areals soll erhalten bleiben. Auch die Grünanlage soll erhalten bleiben, da diese einen hohen Stellenwert hat, um sich zurückzuziehen und zu erholen.

Mieterinnen und Mieter sollen in Wohnungen bleiben können

Basel-Stadt kaufte das Areal von Vischer & Co. Über 150 Jahre besass die Familie das Geviert, das lange Standort einer grossen Seidenbandweberei war. Nachdem die Blütezeit der Weberei vorbei war, wurde das Areal zum Wohngebiet.

Familie Vischer freue sich, dass das Clara-Areal in Basler Händen bleibt, heisst es in der Mitteilung. Ihnen ist es ein grosses Anliegen, dass die Mieterinnen und Mieter trotz Verkauf in ihren Wohnungen bleiben können und auch die Hauswarte weiterarbeiten können. Diese soziale Haltung schätze der Regierungsrat.

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