Basel
Kleinbasler Ärztepaar hat im Grossbasel grosse Pläne

Ono, Tell, Mandir und natürlich das Charon beim Spalentor. Die Basler Spalenvorstadt verfügt über eine äusserst vielfältige Beizenszene, nun soll sie eine weitere Belebung erfahren.

Valentin Kressler
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Im Erdgeschoss der Nummer neun, das seit Monaten leer steht, soll wieder ein Restaurant einziehen. Die Eigentümerin, die Aedes GmbH, hat beim Basler Bauinspektorat Ende September ein Baubegehren eingereicht. Betrieben werden soll das neue Restaurant von der cultus GmbH. Hinter beiden Gesellschaften steht wiederum die facultas GmbH, die dem Kleinbasler Ärztepaar Johanna Zwimpfer (50) und Simon Lauper Zwimpfer (48) gehört.

Die beiden machen ein Geheimnis um das Projekt. Gegenüber dem «Sonntag» will sich Zwimpfer weder zu den Plänen noch zu den verschiedenen Gesellschaften äussern. Das Konzept sei «noch nicht spruchreif», sagt sie. «Bis Ende Jahr sollten wir wissen, was wir machen.» Voraussichtlich im kommenden Mai soll das Restaurant öffnen. «Wir sind aber nicht sicher, ob es bis dann klappt.» Zwimpfer, die den Wirtekurs besucht hat, kündigt ein Projekt an, «das es in Basel so noch nicht gibt».

Weshalb Zwimpfer ein derartiges Geheimnis macht um das Projekt, ist nicht ersichtlich. Gemäss der beim Bauinspektorat öffentlich einsehbaren Baueingabe soll an der Spalenvorstadt 9, wo zuletzt Amrik Manik mit seinem indischen Restaurant «Mandir» erfolgreich wirtete, eine «typische Espressobar (florentinischer Stil)» betrieben werden. Morgens mit Süssgebäck und Panini, mittags und abends mit hausgemachten Teigwaren und Pizzas. Im Restaurant sollen knapp fünfzig Personen Platz finden. Gleich beim Eingang ist eine Buffet-Bar vorgesehen, an der die Panini frisch zubereitet werden. Die Speisen können im Lokal konsumiert oder mitgenommen werden.

Zwimpfer und ihr Mann Lauper hatten ursprünglich grössere Pläne. Im generellen Baubegehren der Aedes GmbH vom vergangenen April war auch die Rede, den ersten Stock und die Terrasse im ersten Stock in das Restaurant mit einzubeziehen. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Weder Zwimpfer noch Luzia Wigger Stein, Leiterin des Basler Bauinspektorats, wollen zur Redimensionierung Stellung nehmen.

In der Liegenschaft an der Spalenvorstadt 9 werden seit Jahrzehnten Restaurants betrieben. Im ehemaligen «Casanova» versuchte es Ende der Neunziger-Jahre auch die Basler Freizeitaktion. Gegen das aktuelle Projekt von Zwimpfer sind gemäss Wigger Stein bisher keine Einsprachen eingereicht worden.