Umwelt

Klima-Aktivisten besetzten UBS-Eingang – 19 Festnahmen in Basel

Klimaaktivisten haben am Montagmorgen in Zürich und Basel gegen die Grossbanken Credit Suisse und UBS protestiert. Sie errichteten Sitzblockaden und versperrten den Zugang teilweise mit Velos und Pflanzenkübeln. In Zürich verhaftete die Polizei 64 Personen, 19 in Basel.

In Basel spielte sich das Happening vor dem UBS-Bürogebäude beim Aeschenplatz ab. Eine Bankfiliale gibt es dort allerdings nicht. Gegen fünfzig Demonstrierende in weissen Overalls machten sich beim sommerlich ausgedünnten Morgenverkehr bemerkbar. Mit Totholz vor einem Hauseingang wurden Klimaschäden symbolisiert.

Polizei reagierte nicht auf Provokationen

Die Polizei sperrte sicherheitshalber eine der beiden Strassenspuren vor dem Gebäude. Uniformierte waren vorerst wenige vor Ort – auf kleine Provokationen wie Auto-Wegschieben reagierten sie nicht.

In der Umgebung standen einige Einsatzkräfte bereit. Nachdem ein Strafantrag gestellt wurde, mahnte die Basler Polizei die Teilnehmenden ab, das Areal bis 14.15 Uhr zu verlassen, wie sie auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Als 37 Protestierende – darunter acht Minderjährige – dem Aufruf nicht Folge leisteten, begannen die Gesetzeshüter, die Blockade zu räumen. In 19 Fällen verfügte die Staatsanwaltschaft eine vorläufige Festnahme, unter anderem wegen Hausfriedensbruch.

Am Abend versammelte sich eine Gruppe Aktivisten vor dem Basler Untersuchungsgefängnis Waaghof an der Inneren Margarethenstrasse. Sie protestierten lautstark gegen die Festnahme der 19 Demonstrierenden.

Aktivistengruppe demonstriert vor dem Untersuchungsgefängnis Waaghof

Aktivistengruppe demonstriert vor dem Untersuchungsgefängnis Waaghof

In Zürich begann die Polizei bereits gegen 9.30 Uhr mit der Räumung des seit 6.30 Uhr blockierten Haupteingangs. Kurz nach 13 Uhr wurde die Polizeiaktion am Paradeplatz beendet, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Der Trambetrieb rund um den Paradeplatz konnte wieder aufgenommen werden.

Die Demonstrierenden in Zürich und Basel fordern vom Finanzplatz den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Sie beschuldigen die Schweizer Grossbanken, klimaschädliche Aktionen zu finanzieren. (sda/bz)

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