Petition

Klimanotstand könnte Bauprojekt verhindern

Restaurant Erlengarten im Kleinbasel

Restaurant Erlengarten im Kleinbasel

Am 2.Januar 2020 wurde die Petition «Für einen wirksamen Baumschutz – Für einen Schutz des Mikroklimas» lanciert und  heute mit  589 Unterschriften dem Grossen Rat eingereicht.

Der Auslöser für diese Petition ist ein Bauvorhaben im Matthäusquartier. Das Restaurant Erlengarten wurde verkauft. Im Sommer konnte man sich mit einem erfrischenden Getränk unter dem Schatten von vier grossen, alten Kastanienbäume abkühlen.

Der neue Besitzer will abreissen und 22 neue Wohneinheiten ohne Freiraum bauen. Die ganze Eckparzelle soll überbaut werden und dabei auch die vier grossen Kastanien gefällt werden. In der Nachbarschaft ist man dagegen. 140 der gesammelten Unterschriften stammen von Nachbarinnen und Nachbarn der geplanten Überbauung.

Im Vorentscheid auf das  generelle Baubegehren hat das Bauinspektorat  der Fällung zugestimmt, aber andere Ersatzpflanzungen als vom Architekten vorgesehen verlangt. Das Bauinspektorat  hat argumentiert, das Festhalten an den vier Kastanien sei  «unverhältnismässig, da damit das geplante Projekt verhindert würde.» 

Die Initianten halten dagegen: «Wir sind der Meinung: Das Parlament hat 2019 mit der Ausrufung des Klimanotstandes anerkannt, dass Handlungsbedarf besteht. In der Resolution erklärt das Parlament, die Eindämmung des Klimawandels als prioritär. Die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Land hatten schon 2017 Massnahmen zur Stadtplanung im Klimawandel beschlossen: und dabei den Wert von grossen, alten Bäumen und Gärten für das Mikroklima betont.»

Eine im November 2019 veröffentlichte Klimaanalyse für Basel-Stadt ergab, dass es im Kleinbasel und in Zonen mit wenig Grün messbar heisser sei als in anderen Quartieren, argumentieren die Initianten weiter.

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