Black Friday in Basel
Klimastreik macht in Basel auf Konsumverhalten aufmerksam

Der Black Friday steht im Zeichen der Rabattschlachten und Schnäppchenjäger. Dagegen protestierten Aktivistinnen und Aktivisten am Freitag friedlich.

Lea Meister
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Überall werden Kundinnen und Kunden auf grosse Rabatte aufmerksam gemacht.
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Schnäppchen, wohin das Auge reicht.
Klimaaktivistinnen und -aktivisten haben am Donnerstag und am Freitag Statements in der Innenstadt verteilt.
Mit Kreide und in Grossbuchstaben demonstrieren sie gegen das Konsumverhalten unserer Gesellschaft.
Die grossen Lettern sollen das Bewusstsein für das Kaufverhalten eines jeden Einzelnen schärfen.
Die Polizei wirft derweil ein aufmerksames Auge auf die Einhaltung der Corona-Massnahmen.

Überall werden Kundinnen und Kunden auf grosse Rabatte aufmerksam gemacht.

Kenneth Nars

Ein kurzer Augenschein am Freitagnachmittag zeigt: Zwischen Pfauen und Marktplatz sind mässig viele Menschen unterwegs. Ein Gedränge konnte nirgends beobachtet werden.

Für einen Black Friday waren am Nachmittag also verhältnismässig wenig Menschen in der Stadt. Der eher kleine Ansturm ist wohl auf die Pandemie zurückzuführen. Möglich ist ausserdem, dass sich das grosse Kaufen noch stärker ins Internet verlagert als sonst. Mehrere Webseiten waren am Freitag zeitweise nicht mehr abrufbar.

Weniger Menschen bedeuten eine bessere Lesbarkeit der Aktion von Klimaaktivisten und -aktivistinnen in Basel, gleichzeitig aber auch ein kleineres Publikum und somit eine geringere Reichweite.

Friedliche Protestaktion

«Es wird viel mehr produziert, als überhaupt verbraucht werden kann und alles muss immer besser, schneller und grösser sein. Selten überlegen wir uns, woher die Produkte kommen und ob wir sie überhaupt brauchen», so der Wortlaut in der Medienmitteilung der Aktivisten.

Der Black Friday sei die «Spitze des Eisberges eines ausbeuterischen Systems». Dagegen wolle und müsse man ein Zeichen setzen, weshalb am Donnerstag und Freitag in der Freien Strasse immer wieder in grossen Buchstaben aus Kreide auf das Problem aufmerksam gemacht werde.

Kanton hat sich intensiv mit Geschäften ausgetauscht

Die Covid-19-Verordnung beschränkt die Kundenzahl aufgrund der Ladenfläche und muss am Ladeneingang gekennzeichnet sein. Die sogenannten Covid-Kontrollteams des Kantons haben in den vergangenen Tagen den Kontakt mit den Warenhäusern in der Innenstadt aufgenommen, um die vorgelegten Schutzkonzepte druchzugehen und das Vorgehen zur Kontrolle ebendieser. Die Warenhäuser und Grossverteiler zeigten sich kooperativ und teilten allesamt die Massnahmen und Schutzkonzepte mit, wie der Kanton im Wochenbulletin zu den Corona-Fallzahlen bekannt gab.

Auch am Freitag selbst sind insgesamt 20 Mitarbeitende der Covid-Kontrollteams in der Innenstadt im Einsatz.