Bauprojekt

Knatsch mit den Nachbarn: Die Überbauung Volta Ost kommt einfach nicht vom Fleck

Kommt das Bauprojekt Gregory überhaupt zustande? (Archivbild)

Kommt das Bauprojekt Gregory überhaupt zustande? (Archivbild)

Ein Anwohner wehrt sich gegen den grossen Wohn- und Geschäftsbau. Demnächst entscheidet sich vor dem Kantonsgericht, ob überhaupt gebaut werden kann.

Das Projekt Gregory hat einen unschuldigen Namen. Aber derzeit steht es für Zoff. An der Ecke Elsässerstrasse und Voltastrasse soll ein auffälliges, zehngeschossiges Gebäude entstehen – mit Wohnraum für Schlechtverdienende, Studentenwohnungen, einer Quartierbeiz, Läden und einer Kita. 2019 hätte das Gebäude fertiggestellt sein sollen. Doch das Projekt verzögert sich. Demnächst entscheidet sich vor dem Kantonsgericht, ob es überhaupt gebaut werden kann. Ein Anwohner wehrt sich gegen Gregory. In seinen Augen widerspricht der Neubau den Bebauungsplänen. Zudem würden die Häuser, die sich in der Schutzzone vis-à-vis an der Elsässerstrasse befinden, beeinträchtigt.

Einer der Knackpunkte ist ausserdem die Beurteilung, ob das Projekt «städtebaulich und architektonisch hochstehend» ist, was eine Ausnahmebestimmung des Bebauungsplans rechtfertigen würde. Gemäss dem Urteil der Baurekurskommission, welcher der bz vorliegt, haben die Rekurrenten eine klare Meinung. Es handle sich beim Vorhaben «um eine markante Durchbrechung oder Schädigung und sogar visuelle und funktionelle Zerstörung des Ortsbildes». Kurz: Der Bau, für den bisher erst rudimentäre Visualisierungen bestehen, ist in ihren Augen nicht schön. Die Bauherrschaft, also Immobilien Basel-Stadt, stützt sich bei der Argumentation hingegen auf den Beschluss des Grossen Rats. Dieser sah vor, dass «von der zulässigen Gebäudetiefe, der Gebäudehöhe, der Geschosszahl und von der Baulinie abgewichen» werden könne.

Anwohner will bis vor Bundesgericht

Am 15. Mai wird der Fall vor dem Kantonsgericht verhandelt. Klar ist nur, dass sich das Projekt weiter verspätet. Gregory ist bereits mehrere Jahre in Verzug. Schon 2016 wurde das Bauprojekt eines Generalplanerteams, bestehend aus Trachsler & Hoffmann, Mettler Landschaftsarchitektur und Caretta + Weidmann Baumanagement, mit dem ersten Rang ausgezeichnet. Das Baugesuch für das Neubauprojekt solle im Frühling 2017 eingereicht werden, teilte Immobilien Basel-Stadt mit. Der Plan sehe vor, dass der Bezug des Wohn- und Geschäftsgebäudes bereits 2019 möglich sei.

Diese Frist ist nun verstrichen, ohne dass der Spatenstich in Sicht ist. Der rekurrierende Anwohner jedenfalls sagt, dass er auch bei einer weiteren Niederlage gegen die Behörden nicht lockerlassen werde. Gegen Gregory werde er notfalls bis vors Bundesgericht gehen. Darüber hinaus wollte er auf Anfrage der bz keine Stellung nehmen.

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