Blues Summit

Knatsch um Kaisers Blues wegen «unfairem» Sponsorenabwerben

Präsident des Blues Festival Basel Louis van der Haegen.

Präsident des Blues Festival Basel Louis van der Haegen.

Präsident und Sponsoringchef vom Blues Festival Basel wehren sich gegen Patrich Kaisers «Blues Summit». Ihre Sponsoren wären von Kaiser gezielt kontaktiert worden. Zudem würden der Termin mit dem Kleinbasler Anlass «Summerblues» konkurrieren.

Der Ton ist hässig und so gar nicht im Takt des Blues: «Wir distanzieren uns von diesem Projekt in aller Form und empfehlen Ihnen, dieses Vorhaben nicht zu unterstützen.» Diese harte Forderung schreiben Präsident Louis van der Haegen und Sponsoringchef Fred Notter vom Blues Festival Basel an ihre Sponsoren und Freunde. Sie zielen damit auf das Projekt des «Blues Summit», des 1.International Blues Open Air vom 21./22. Juni 2013 auf dem Basler Münsterplatz.

Was Van der Haegen und Notter so wütend macht, steht auch in der E-Mail: «Offenbar hat Herr Kaiser Sponsoren des Blues Festivals Basel gezielt kontaktiert und um Sponsorenbeträge angefragt – dieses Vorgehen finden wir ausgesprochen unfair.» Für Patrick Kaiser, Initiant des 1. Basel Blues Summit, ist es völlig normal, alle potenziellen Firmen anzufragen: «Wir nehmen niemandem etwas weg.» Die Sponsoren seien frei im Entscheid, wen sie unterstützen.

Plakat mit verstorbenem Gitarrist «geschmacklos»

Dass Kaiser offenbar immer noch mit einem Plakatentwurf hantiert, auf dem der berühmte, im Mai verstorbene US-Bluesgitarrist Michael Burks abgebildet ist, finden van der Haegen und Notter «geschmacklos». Der Entwurf werde nur intern verwendet, kontert Kaiser. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der «Blues Summit» ausgerechnet eine Woche vor dem Kleinbasler Anlass «Summerblues» stattfindet. Dort ist van der Haegen Vizepräsident der Organisation.

Der Termin sei in Absprache mit dem Baudepartement gewählt worden, um den «Kultursommer» Basels einzuläuten, sagt Kaiser. Er versteht die harten Vorwürfe nicht. Die anderen Blues-Anlässe würden nicht konkurrenziert. Der «Blues Summit» wolle ein «Sommer-Highlight mit nationaler Ausstrahlung und internationaler Bedeutung» sein.

Am «Summit» gibt es ein Gastro-Village und eine grosse Bühne auf dem Münsterplatz. Das Musikprogramm ist noch geheim. Eine spezielle Jamsession ist in der Krypta des Münsters für Sponsoren und VIPs geplant, die die Kirchgemeinde noch nicht bewilligte. Bis spätestens Mitte Dezember will Kaiser die Finanzierung des «Summit» sicherstellen.

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