Kommentar
Ein Grundstein für die Kopfgeburt

Die Baueingabe für den Neubau der «Kuppel» ist erfolgt. Die Idee für das neue Gebäude wächst schon seit rund zehn Jahre heran.

Stefan Strittmatter
Stefan Strittmatter
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Die neue Kuppel wird grösser und grösser, dabei ist noch nicht einmal ihr Grundstein gelegt. Seit gut einem Jahrzehnt wächst die Idee eines Neubaus in den Köpfen der Macherinnen und Macher. Lange vor der Abschiedsparty im April 2016 war klar: Für das bis ans Limit ausgereizte Basler Provisorium braucht es baldigen Ersatz.

Seit dem Abriss sind fünf Jahre vergangen, und die Leerstelle, welche die Kuppel in der Konzert- und Clubbinglandschaft hinterlassen hat, ist zugewachsen. Alleine am Hafen ist ein ganzes Viertel entstanden, das den Charme der «alten» Kuppel atmet. Derweil hat sich das einst verruchte Nachtigallenwäldlein zu einem herausgeputzten Bijou gemausert, das vieles sein könnte, aber eines bestimmt nicht ist: ein nächtlicher Ausgangsort.

Die am Dienstag erfolgte Baueingabe markiert so denn nicht das Ende des Leidensweges, sondern ist vielmehr ein Indiz dafür, wie viele Komplikationen es bei dieser Kopfgeburt bereits gab. Wenn die neue Kuppel 2023 ihre Pforten öffnet, wird sie grösser sein denn je: mit Konzertlokal und Club, mit Proberäumen und Bistro, mit Begegnungszone und Bürofläche. Und – dieser Punkt ist zunehmend ungewiss – hoffentlich auch noch mit Besucherinnen und Besuchern.