Iselin-Quartier
Kommissar Hunkeler kehrt zurück ins «Caffè Bologna»

Das Milchhüsli an der Missionsstrasse feiert am Donnerstag seine Wiedereröffnung – ohne Skuba und nicht mehr unter dem Namen «Caffè Bologna». Das Café wird auch weiterhin von Studenten geleitet, neu mit Gastroprofi Roger Greiner an der Spitze.

Florian Boss
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Alt, mürrisch – aber wahrhaft kein Kostverächter: Kommissär Hunkeler (Matthias Gnädinger, l.) in Aktion.

Alt, mürrisch – aber wahrhaft kein Kostverächter: Kommissär Hunkeler (Matthias Gnädinger, l.) in Aktion.

Lukas Unseld

Das Stammlokal von Kommissar Hunkeler präsentiert sich im neuen Kleid. Zukünftig sollen Lampen in Form von Milchbehältern das Sujet eines wahren Milchhüsli verkörpern und bekannte Passagen aus den Hunkeler-Romanen die Wände verzieren. Damit löst sich das berühmte Lokal auch optisch von seiner Geschichte unter der Leitung der Skuba, der Studentischen Körperschaft der Universität Basel.

Skuba zieht sich zurück

Beibehalten wird nur das Prinzip eines Cafés, das von Studenten geleitet wird. Abgesehen von Gastroprofi Roger Greiner, der sich nach der Eröffnung hauptsächlich im Hintergrund halten wird, kümmern sich acht Studenten um das Café. Neben dem Job als Barista kümmern sich die Studis auch um die Eventorganisation oder die Social-Media-Plattformen.

Nicht mehr im Boot ist hingegen die Skuba. Ihre Idee, ein Café von Studenten für Studenten zu lancieren, geriet schon wenige Monate nach der Ersteröffnung im Sommer 2014 in Schieflage. Vor allem aufgrund der fehlenden Kompetenzen in der Betriebswirtschaft und Fehlkalkulationen sowie Zusatzinvestitionen während der Renovierung standen die Betreiber des Lokals mit dem Namen «Caffè Bologna« plötzlich vor einem riesigen Schuldenberg. Im März dieses Jahres zog sich die Skuba schliesslich vollumfänglich von ihrem gescheiterten Projekt zurück und überliess das Lokal dem ehrenamtlichen Leiter Roger Greiner.

Auf zu neuen Ufern

Neu sollen auch Quartierbewohner durch die Veranstaltung von Spielabenden oder durch die Vermietung des Lokals für private Anlässe angelockt werden. «Das Ziel ist es, dass das Milchhüsli finanziell irgendwann einmal auf eigenen Beinen stehen kann, ohne Unterstützung von Drittpersonen», erklärt Greiner. Neben dem Innendesign wurde auch das Foodkonzept überarbeitet und erneuert. So stehen im Getränkesortiment mit dem Amslerbier aus Riehen, dem Ueli Bier und dem Unser Bier zum Beispiel nur Biersorten aus der Region. Als Snacks werden mittags unter anderem Suppen und abends Tapas angeboten. Zudem werden sogenannte Themenabende wie zum Beispiel eine «Burgernight» veranstaltet oder ein Mietkoch wie Pascal Beschle eingeladen. Für Studierende gibt es das Angebot einer Lunch-Box zu reduzierten Preisen.