Gleichberechtigung
Komplett männlich - Basler Regierung lässt keine Frauen an Topjobs

Die Basler Regierung hat sich seit Jahren zu einer markanten Aufstockung des Frauenanteils in Kaderjobs in der Verwaltung verpflichtet. Doch passiert ist bisher wenig. Topstellen werden weiterhin munter mit Männern besetzt.

Drucken
Die Basler Regierung hat mehr Frauen in der Verwaltungsspitze versprochen. Doch eine Frau sucht man weiter vergeblich.

Die Basler Regierung hat mehr Frauen in der Verwaltungsspitze versprochen. Doch eine Frau sucht man weiter vergeblich.

Und wieder hat ein Mann einer der wichtigsten Posten in der Basler Verwaltung ergattert: Der 59-jährige Dieter Baur wurde vom Erziehungsdirektor kürzlich zum Leiter der Basler Volksschule gewählt. Der langjährige Lehrer hatte sich zuvor in der Schlussrunde gegen drei qualifizierte Frauen durchgesetzt, wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet.

Ulrich Maier, neuer Leiter Mittel- und Berufsschulen.

Ulrich Maier, neuer Leiter Mittel- und Berufsschulen.

Zur Verfügung gestellt
Dieter Baur, neuer Leiter Volksschulen Basel-Stadt.

Dieter Baur, neuer Leiter Volksschulen Basel-Stadt.

Zur Verfügung gestellt

Die oberste Kaderstufe im Erziehungsdepartement ist damit wieder komplett – komplett männlich. Gegen die Personalentscheide wäre nichts einzuwenden, hätte sich die Basler Regierung nicht schon vor Jahren das Ziel gesetzt, den Frauenanteil im Basler Verwaltungskader massiv zu erhöhen. Erziehungsdirektor Christoph Eymann räumt gegenüber der „Schweiz am Sonntag“ ein: „Ziel nicht erreicht. Diese Kritik muss ich einstecken.“ Dabei schneidet der Vorsteher des Erziehungsdepartements nicht mal am schlechtesten ab im „Negativrating“ der Regierung. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) kritisiert den Vollzugsnotstand seit Jahren.

Aktuelle Nachrichten