Bis im vergangenen Frühling führte der Basler Schauspieler Markus Wolff den «Alten Zoll» an der Elsässerstrasse. Nun wagt er sich gemeinsam mit den Mitinitianten Gian Luca Hofmann und Charlotte Wirthlin an ein neues Projekt, das «Humbug» getauft wurde. Im kommenden Frühling wird er an der Klybeckstrasse eine Veranstaltungshalle in Betrieb nehmen. Die ehemalige Kunststoffwerkstatt in der Halle 104 von BASF bietet Platz für knapp 300 Gäste, wie der am Dienstag publizierten Baueingabe zu entnehmen ist. Im Schnitt rechnet Wolff allerdings mit unter 100 Gästen. Donnerstags soll, so der Plan, der Haus-DJ auflegen, freitags finden Konzerte statt, und samstags ist ein gemischtes Programm geplant – etwa mit Tanz, Comedians oder Spoken Word. An Wochenenden wird das «Humbug» bis maximal 5 Uhr morgens geöffnet haben. Dies aber nur in Ausnahmefällen, wie Wolff betont. Normalerweise werde das Lokal auch an den Wochenenden um zirka 2 Uhr schliessen.

Täglich, so ist dem Konzept zu entnehmen, soll Mittagessen serviert werden, einmal wöchentlich Abendessen. «Für mich», sagt Wolf, «ist das eine Fortsetzung des Wirkens vom ‹Alten Zoll›». Im Gegensatz zu seiner alten Wirkungsstätte glaubt er nicht, dass es hier zu Lärmbelästigungen der Nachbarschaft kommt. Gleichwohl müssen rund 100'000 Franken in den Umbau der 206 Quadratmeter grossen Halle gesteckt werden – denn unter anderem muss der Lärmschutz verbessert werden. Die Christoph Merian Stiftung hat bereits Förderbeiträge von 80'000 Franken gesprochen. Die Zwischennutzung ist vorerst auf fünf Jahre befristet.