Euro Airport

Konzessionen, die kaum wehtun: Der Flughafen will den Lärmschutz verbessern

Die EAP-Verantwortlichen nutzen die Gunst der Stunde für eine strategisch kluge Offensive zur Reduktion des Fluglärms. (Archivbild)

Die EAP-Verantwortlichen nutzen die Gunst der Stunde für eine strategisch kluge Offensive zur Reduktion des Fluglärms. (Archivbild)

Stunde null am Euro-Airport (EAP) Basel-Mulhouse: Mit Wiederaufnahme des Flugbetriebs werden auch in der Debatte um Fluglärm und Klimawandel die Karten neu gemischt. Mancher Vielflieger hat während des Lockdowns die Ruhe und den kondensstreifenfreien Himmel über seinem Garten schätzen gelernt. Umgekehrt wird sich mancher Flugverkehr-Skeptiker seine Gedanken gemacht haben, welche negativen wirtschaftlichen Konsequenzen ein dauerhafter Stillstand am Flughafen für die Region hätte. Wobei die Coronakrise unter dem Strich dem kritischen Lager Auftrieb geben dürfte.

Die EAP-Verantwortlichen nutzen die Gunst der Stunde für eine strategisch kluge Offensive zur Reduktion des Fluglärms. Die Änderung des Pistenregimes und das Startverbot ab 23 Uhr werden zu einer spürbaren Lärmreduktion im Umfeld des Flughafens führen, ohne dass das Geschäftsmodell infrage gestellt ist. Platzhirsch Easyjet wird mit den Massnahmen leben können. Seine Rotationen sind nicht gefährdet, zumal verspätete Jets weiterhin nach 23 Uhr landen dürfen.

Der EAP hat sich mit den Konzessionen zudem Luft verschafft. Der Flugverkehr wird in den nächsten zwei, drei Jahren kaum Vor-Corona-Niveau erreichen; das entzieht der Fluglärmdebatte einige Dringlichkeit. Doch es werden weitere Forderungen aufkommen. Die präsentierten Massnahmen liefern keine Antwort im Kampf gegen den Klimawandel. Dieser löst sich wegen einer dreimonatigen Flaute am Himmel noch lange nicht auf.

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