Vermisst

Kopfgeld ausgesetzt: Wer diesen Plüschhund findet, kassiert

Noëls stete Beschützerin: Plüschhündin Leika.

Noëls stete Beschützerin: Plüschhündin Leika.

Am Euro-Airport verlor ein Achtjähriger sein liebstes Plüschtier. Es hat ihn über mehrere Schicksalsschläge hinweggetröstet. Nun läuft eine Suchaktion.

Sie war die grosse Heldin von Sohn Noël, jetzt ist sie weg: Plüschhündin Leika. Nach den Ferien in Sardinien vergass eine Berner Familie am späten Freitagabend in der Hektik ihre rosa Tasche. Sie hängte mitsamt Plüschtier an einem Gepäckwagen am Basler Euro-Airport (EAP). Beim Parking im Sektor S2 liess die Familie ihren Kofferwagen stehen und fuhr zurück ins Bernbiet, wo sie den Verlust bemerkte. Seither suchen die Eltern nach dem Plüschtier. Mehrmals täglich haben sie in der vergangenen Woche beim Euro-Airport nachgefragt, ob Leika doch noch irgendwo aufgetaucht ist.

«Es kann gut sein, dass sich das Plüschtier noch finden lässt», sagt EAP-Sprecherin Vivienne Gaskell. Drei Monate lang bewahrt der Flughafen Gegenstände auf, die auf dem Flughafengelände verloren gehen. Bisher blieb die Suche allerdings ohne Erfolg. Die Mutter spricht von einem «riesigen Verlust»: «Wir haben so viele Schicksalsschläge erlebt, in denen der Hund meinem Sohn Trost spendete.»

Leika spendete Noël Trost in schwierigen Zeiten

Auch online haben Noëls Eltern mittlerweile eine Suchaktion gestartet. Ganze 150 Franken Finderlohn versprechen sie. «Helft mit, einen verzweifelten Jungen glücklich zu machen», schreibt die Mutter auf Twitter. Das Plüschtier war in der bewegten Geschichte der Familie eine wichtige Stütze für den heute achtjährigen Noël. Kurz nach seiner Geburt wurde bei der Grossmutter Krebs diagnostiziert. «Es war ein Spagat zwischen Leben und Tod»,sagt die Mutter. Sie selbst litt zur gleichen Zeit an schweren Depressionen und verbrachte später längere Zeit in einer Klinik. Es war in dieser schwierigen Phase, als Noël von einer Freundin der Mutter seine Leika geschenkt bekommen hat. Von da an waren die zwei unzertrennlich. «Ich war so froh, wenn der Hund bei meinem Sohn war», erzählt die Mutter. «Es war eine schreckliche Zeit. Aber mein Sohn hat mir immer wieder gesagt: Schau, mir gehts gut, Leika ist ja bei mir.» Heute geht es der Familie wieder besser, auch die Grossmutter ist inzwischen gesund.

Die Hoffnung, den Kuschelpartner des Sohnes doch noch zu finden, ist bei Noëls Eltern dennoch ungebrochen. Untröstlich sei ihr Sohn, seit sein kleiner Freund verschwunden ist. Die Mutter gibt auch nach einer Woche nicht auf. Sie will den Hund unbedingt wieder zurück: «Ich hoffe auf ein Wunder.»

 

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melanie.honegger@chmedia.ch

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